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vbw: Energiepreise erreichen im dritten Quartal Allzeithoch

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Der Energiepreisindex der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. verzeichnet im dritten Quartal 2022 ein neues Allzeithoch. Mit 302,3 Punkten hat der Index um 25,9 Prozent im Vergleich zum zweiten Quartal 2022 zugelegt.

Im Vergleich zum Vorjahresquartal hat sich der Index mehr als verdoppelt (+117,5 Prozent). „Die extremen Energiepreise sind existenzbedrohend für unsere Unternehmen, für unsere Wirtschaftsstruktur und für den Standort Bayern insgesamt. Die bayerische Wirtschaft ist auf dem Weg in die Rezession", mahnt vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. Der Index für Primärenergie lag im vergangenen Quartal bei 335,5 Punkten. Das ist ein Anstieg von 21,7 Prozent im Vergleich zum zweiten Quartal 2022 und von 131,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Vor allem der Preis für Erdgas trieb den Index. Der Einfuhrpreis für Erdgas hat im Vergleich zum zweiten Quartal 2022 um 58,6 Prozent zugelegt. Auch der Preisindex für Sekundärenergie lag bisher in keinem Quartal so hoch wie im dritten Quartal 2022 (269,1 Punkte). Haupttreiber waren die extrem hohen Strompreise (+124,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal). Angesichts der existenzbedrohenden Belastungen für die bayerische Wirtschaft fordert die vbw die schnelle Umsetzung von Entlastungsmaßnahmen. „Die Betriebe brauchen unkomplizierte Hilfen, die rasch spürbar bei ihnen ankommen. Dafür müssen die Gaspreisbremse und Strompreisbremse jetzt schnell eingeführt werden. Die Zeit bis zum Inkrafttreten muss wirkungsvoll mit anderen Instrumenten überbrückt werden. Außerdem ist es notwendig, alle staatlichen Kostenbestandteile für Energie, wie etwa die Stromsteuer, die Energiesteuer und den nationalen CO2-Preis zu senken beziehungsweise auszusetzen. Zur Entlastung der Unternehmen außerhalb des Energiebereiches müssen die Vorauszahlung von Unternehmenssteuern ausgesetzt und der Verlustvortrag erhöht werden", erklärt Brossardt.

Unter dem Gesichtspunkt der Versorgungssicherheit ergänzt Brossardt: „Wir müssen die Nachfrage nach Energie senken. Energiesparen ist das Gebot der Stunde. Zudem müssen wir das Angebot an Energie ausweiten und brauchen dafür alle verfügbaren Energieträger. Die Kernkraftwerke müssen auch über den Winter 2023/2024 im Dauerbetrieb weiterlaufen", so Brossardt abschließend. In den vbw Energiepreisindex fließen insgesamt 14 Einzelpreisindikatoren zu neun unterschiedlichen Energiearten ein. Die Gewichtung der einzelnen Energiearten erfolgt entsprechend ihrem jeweiligen Verbrauch in Bayern. Weitere Erläuterungen zum vbw Energiepreisindex finden Sie unter www.vbw-bayern.de/Energiepreisindex


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