Holetschek würdigt Kneipp als Visionär der Gesundheitsvorsorge

Politik
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Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek wirbt für eine bessere Verzahnung von konventioneller Medizin und evidenzbasierten Naturheilverfahren.

Holetschek betonte am Samstag anlässlich eines Festaktes zum 125-jährigen Bestehen des Kneipp-Bundes in Berlin: „Ziel muss immer sein, im Sinne der Patientinnen und Patienten zu denken und zu handeln. Ich bin überzeugt, dass zur erfolgreichen Behandlung von Erkrankungen auch die Anwendungen von Sebastian Kneipp einen wichtigen Beitrag leisten können. Deshalb möchte ich die evidenzbasierte Naturheilkunde noch stärker in die medizinische Versorgung integrieren.“

Der Minister ergänzte: „Sebastian Kneipp war ein Visionär der Prävention und Gesundheitsvorsorge. Er war ein Pionier auf dem Gebiet der Naturheilkunde. Der Kneipp-Bund hat in den letzten 125 Jahren beharrlich für die Anerkennung der Kneippschen Gesundheitslehre geworben und hat nie aufgehört zu betonen, dass ‚Kneipp wirkt'. Dem Engagement des Kneipp-Bundes ist es auch zu verdanken, dass Kneippen seit Ende 2015 zum immateriellen Kulturerbe in Deutschland gehört.“

Christina Haubrich, MdL, Präsidentin des Kneipp-Bundes sagte: „Die Kneipp-Bewegung hat sich stets weiterentwickelt und wir sind der Überzeugung, dass Gesundheitsbewusstsein, soziales Miteinander und ökologische Verantwortung wichtiger denn je für die Gestaltung einer zukunftsfähigen Gesellschaft sind. Als größte private Gesundheitsorganisation in Deutschland erreichen wir rund 200.000 Menschen, die regelmäßig das Kneippsche Gesundheitskonzept anwenden und aktiv selbst etwas für ihre physische und psychische Gesundheit tun. Unser Dank gilt insbesondere auch der großartigen ehrenamtlichen Unterstützung in den 500 Kneipp-Vereinen und dem außergewöhnlichen Engagement in den 700 vom Kneipp-Bund zertifizierten Kitas, Schulen, Senioreneinrichtungen und anderen Lebenswelten.“

Holetschek erklärte: „Immer mehr Menschen beschäftigen sich damit, wie sie ihren Lebensstil verbessern können, damit Krankheiten erst gar nicht entstehen oder nur vermindert ausbrechen. Viele Elemente der Kneippschen Lehre können wir völlig unkompliziert, kostenlos und ganz individuell in unseren Alltag integrieren. Nachgewiesen ist die präventive Wirkung mancher Anwendungen – und sie tun gut!“

Pfarrer Sebastian Kneipp steht für einen ganzheitlichen Ansatz zur Gesunderhaltung von Körper, Geist und Seele. Dieser beruht auf fünf Säulen: Wasser, Bewegung, Ernährung, Heilpflanzen und Lebensordnung. Zielsetzung der seit ihren Anfängen stetig weiterentwickelten Lehre ist es, im Einklang von Mensch und Natur die Gesundheit zu erhalten und Krankheiten aktiv vorzubeugen. Hinter diesem Ansatz verbirgt sich die Erkenntnis, dass ein gut funktionierendes Immunsystem, körperliche Fitness und eine gute Stressresistenz wichtig sind, um gesund zu bleiben oder wieder zu werden.

Der Minister sagte: „In meiner Zeit als Bürgermeister von Bad Wörishofen hat mir die damalige Priorin des örtlichen Dominikanerinnenklosters folgendes Zitat mit auf den Weg gegeben, das mich bis heute begleitet: ‚Jede Anwendung ist eine Zuwendung und jede Zuwendung kann auch eine Anwendung sein'. Diese Aussage beschreibt eindrücklich die ganzheitliche Betrachtung im Wirken von Sebastian Kneipp.“

Der Kneipp-Bund ist mit seinen rund 1.200 Kneipp-Vereinen, zertifizierten Einrichtungen und Fachverbänden die größte nichtkommerzielle Gesundheitsorganisation in Deutschland. Er setzt sich als unabhängiger und gemeinnütziger Dachverband seit 1897 für präventiven und naturverbundenen Lebensstil der Bevölkerung ein.


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