Deutlich mehr Schülerinnen und Schüler starten ins neue Schuljahr

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Am 13. September beginnt für rund 1,68 Millionen Schülerinnen und Schüler in Bayern wieder der Unterricht (Vorjahr: rund 1,64 Millionen) – und zwar vollständig in Präsenz. Rund 130.000 Kinder (Vorjahr: rund 121.000) beginnen in den ersten Klassen. Die Schülerzahlen sind damit zum neuen Schuljahr deutlich gestiegen.

„Höhere Schülerzahlen führen zwangsläufig zu höheren Bedarfen an Lehrpersonal, zusätzlich fällt durch Corona weiterhin auch im neuen Schuljahr Personal aus. Dennoch ist es gelungen, diese beiden besonderen Herausforderungen für den Schulstart in das kommende Schuljahr unter anderem durch die Akquise von zusätzlichem Personal zu kompensieren. Das ist ein großer Erfolg. Besonders danke ich hier den Schulleitungen, Schulämtern und Regierungen sowie den zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Ministerium, die in den vergangenen Wochen unermüdlich dafür gearbeitet haben, diese enorme Aufgabe zu stemmen. Hier wurde Großartiges geleistet“, so Kultusminister Michael Piazolo anlässlich seiner Schuljahresanfangspressekonferenz.

Zur Corona-Situation führt der Minister weiter aus: „Auch im neuen Schuljahr setzen wir voll auf Präsenzunterricht und so viel Normalität im Unterrichtsalltag wie möglich. Wir behalten die Situation weiter genau im Blick und sind auf verschiedene Szenarien vorbereitet – auch für den Fall, dass sich die derzeit vergleichsweise entspannte Corona-Situation im Herbst und Winter wieder verschärfen sollte.“

Zum Schuljahresbeginn bedeutet das:

- Bis auf Weiteres gelten an den Schulen die schon seit Mai 2022 bestehenden Hygieneempfehlungen weiter. Das heißt konkret, dass in den Innenräumen das Tragen einer Maske empfohlen wird. Ganz allgemein gilt: Wer krank ist, bleibt zu Hause – unabhängig davon, ob Corona-Verdacht besteht oder nicht.

- Für die ersten beiden Unterrichtswochen können die Schulen zudem an Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und alle anderen an den Schulen tätigen Personen Selbsttests ausgeben – zur freiwilligen Testung daheim. Testungen in der Schule finden nicht statt.

„Schulische Perspektiven für ukrainische Kinder und Jugendliche“
Eine wesentliche Ursache für die steigenden Schülerzahlen sind auch die Schülerinnen und Schüler aus der Ukraine. „Wir rechnen im neuen Schuljahr mit rund 30.000 Schülerinnen und Schülern aus der Ukraine. Es ist Teil unserer Verantwortung und Zeichen unserer Solidarität mit der Ukraine, den geflüchteten Schülerinnen und Schülern eine dauerhafte Integration in das bayerische Schulsystem oder auch eine Rückkehr in das ukrainische Bildungswesen zu ermöglichen“, betont der Kultusminister.

Dazu wurde ein umfassendes Konzept für das Schuljahr 2022/2023 entwickelt, um den Kindern und Jugendlichen aus der Ukraine gute Rahmenbedingungen zu bieten, ihren Weg im bayerischen Schulsystem fortzusetzen: Im Grundschulalter ist eine umgehende Aufnahme in Regelklassen vorgesehen, ergänzt durch zusätzliche Sprachförderung nach dem bewährten DeutschPLUS-Modell. An den weiterführenden Schularten steht das Konzept der Brückenklassen im Mittelpunkt, das den Schulen eine hohe Flexibilität einräumt. Im Fokus steht hier, die deutsche Sprache zu erwerben. Auch für ältere Jugendliche stehen passende Angebote an den Berufsschulen zur Verfügung. Daneben gibt es zum Beispiel mit InGym am Gymnasium und den Integrationsvorklassen an FOSBOS Angebote auf dem Weg zur Hochschule. Außerdem können die Schülerinnen und Schüler außerhalb der von den Schulen festgelegten Unterrichtszeiten am ukrainischen Fernunterricht teilnehmen, um sich so auf eine etwaige anstehende Rückkehr in die Heimat vorzubereiten.

Schulartübergreifend mehr als 4.000 Neueinstellungen
„Die Unterrichtsversorgung ist keineswegs einfacher geworden. Auch in Bayern stehen wir vor einer zunehmend größer werdenden Herausforderung, die Bedarfe zu decken, aktuell vor allem in den Grund-, Mittel- und Förderschulen. In allen anderen Schularten stehen wir in Bayern – auch im bundesweiten Vergleich – gut da“, macht Piazolo deutlich. Der Bedarf an Lehrkräften ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen, vor allem auch durch Aufgaben jenseits des normalen Unterrichts wie zum Beispiel Ganztag, Inklusion oder Unterstützungsstrukturen im Bereich digitale Bildung. Dazu kommen aktuell der coronabedingte Personalausfall sowie die durch den Ukraine-Krieg ausgelösten Fluchtbewegungen, auf die man personell reagieren müsse. „Ich freue mich, dass wir trotzdem zum Schuljahresbeginn eine insgesamt solide Unterrichtsversorgung haben“, betont der Kultusminister. Trotz eines angespannten Bewerbermarkts nicht nur in Bayern, sondern in ganz Deutschland wird der Freistaat zum neuen Schuljahr mehr als 4.000 Lehrkräfte neu in den Schuldienst – in aller Regel verbeamtet auf Planstelle – einstellen.

Positiv sei auch, dass zum neuen Schuljahr die Angebote im schulischen Ganztag und in der Mittagsbetreuung ausgebaut werden konnten. Zudem werden die Programme zur Bewältigung der Folgen der Corona-Pandemie wie etwa das Programm „gemeinsam.Brücken.bauen“ (gBb) fortgesetzt. Damit werden besonders die durch die Pandemie benachteiligten Schülerinnen und Schüler beim Lernen und in den Sozialkompetenzen intensiv gefördert. Es unterstützen hier auch die Schulpsychologen und Beratungslehrer.

„Ich wünsche den Schülerinnen und Schülern, ihren Eltern sowie den Lehrerinnen und Lehrern einen guten Start ins neue Schuljahr“, so Piazolo abschließend.


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