Nach langer Coronapause, von der Dachorganisation so vorgeschrieben, starteten die Kinder im März mit der traditionellen Krötenaktion am Schloss Emmerichshofen. Im Frühjahr kriechen die Amphibien aus ihren Erdverstecken und suchen sich ein Gewässer, um zu laichen. Große Straßen stellen hier ein echtes Hindernis dar - so auch die Staatsstraße 2305. Die Ortsgruppe des LBV ist an diesem Standort schon jahrzehntelang für das gefahrlose Queren der Kröten verantwortlich. Am Wochenende übernimmt seit einigen Jahren die Jugendgruppe diese Aufgabe. Etwas theoretischer, aber nicht weniger interessant wurde es im April: Die Kinder besuchten den Unverpacktladen "Sorglos" in Kahl - es gibt bislang übrigens nur rund 300 in ganz Deutschland - und erfuhren von der Inhaberin Melanie Prengel, warum es Sinn macht, Plastikverpackungen einzusparen. Sie gab einen ebenso informativen wie unterhaltsamen Einblick hinter die Kulissen. Zum Schluss durften die Jungs und Mädels sogar selbst aktiv werden und ihre Einkäufe abwiegen und kassieren, was sichtlich Spaß machte. Im Mai gab es eine Gruppenstunde für Frühaufsteher - die Vogelstimmenwanderung. In den zeitigen Morgenstunden singen Kohlmeise, Mönchsgrasmücke oder Rotkehlchen am schönsten. Auch die Nachtigall, die gefühlt wohl nie schläft, war zu hören.

Alex Wack und Oswald Huth, beide in der Kahler Ortsgruppe aktiv, führten die Kinder und gaben ihr Wissen weiter. Einen Ausflug in die Klein-Auheimer Fasanerie bekamen die "Kahler Steinkäuze" im vergangenen Jahr von ihren Gruppenleitern zu Weihnachten geschenkt. Ende Juni, bei bestem Sommerwetter, konnte dieser Gutschein endlich eingelöst werden. In zwei Gruppen wurden die Kinder durch das weitläufige Gelände geführt und konnten etliche Tiere beobachten. Wie der Waschbär zu seinem Namen kam, was Wildschweine am liebsten fressen oder warum Fasanmännchen so schillernde Federn haben – diese und noch viele weitere Fragen konnten dabei geklärt werden.
Zwischen den Gruppenstunden standen Einsätze an, die der Landschaftspflege dienten - etwa das Pflanzen von Obstbäumen oder das Kontrollieren der Nistkästen. Ein jährliches Muss ist der Besuch bei den Steinkäuzen, einer seltenen Kauzart, die der Gruppe ihren Namen gab. Einige Brutpaare sind in Kahl heimisch, ihre Jungen lernen die Kinder jedes Jahr kennen. Natürlich war die Naju-Gruppe auch beim ersten Kahler Weltspieltag vor Ort und unterhielt mit Bastel- und Spielangeboten. Vor den Sommerferien gibt es noch eine Wasser-Werkstatt an der Kahl, dann geht es nach einer kurzen Sommerpause im Herbst mit neuen Aktionen weiter.


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