Ostern ist das höchste Fest der Christenheit und feiert die Auferstehung Jesu Christi nach dessen Kreuzigung (Karfreitag) am dritten Tag, dem Ostersonntag. Der Ursprung verbindet den christlichen Glauben an die Erlösung mit dem jüdischen Pessachfest, während Bräuche wie Eier und Hasen als Symbole für Fruchtbarkeit und den Frühlingsbeginn auf vorchristliche Zeitrechnungen zurückgehen.
Das Leiden von Jesus Christus im Vorfeld seiner Kreuzigung wird christlicherseits den Juden angelastet. Sie wurden – insbesondere im Mittelalter – vom damaligen Klerus als die Mörder des Gottessohnes gebrandmarkt; weil sie vom Statthalter Pontius Pilatus die grausame Todesstrafe durch Kreuzigung gefordert hätten. In der christlichen Lehre steht der Sieg über den Tod im Zentrum des Glaubens. Die Evangelien berichten von der Kreuzigung am Karfreitag und dem leeren Grab das am Ostersonntag von den Angehörigen aufgefunden wurde als Sinnbild der Auferstehung.
Ostern ist überdies eng mit dem jüdischen Pessachfest verbunden, das an den Auszug aus Ägypten erinnert. Jesus feierte vor seinem Tod das letzte Abendmahl im Rahmen des Pessachfestes, was seine engen Verbindungen zum jüdischen Glauben dokumentiert. Die Herkunft des Namens "Ostern" ist nicht vollständig geklärt. Er könnte auf die germanische Frühlingsgöttin Ostara oder auf Osten (Himmelsrichtung des Sonnenaufgangs) zurückgehen. Eine andere Theorie leitet es vom althochdeutschen eostarun (Morgenröte) ab.
Der Osterhase ist ein Symbol für Fruchtbarkeit und als Eierbringer seit dem 17. Jahrhundert bekannt. Eier stehen für neues Leben, Auferstehung und wurden früher auch als Abgabe an die Grundherren genutzt. Heute hat sich Ostern als ein beliebtes Fest für Urlaub und/oder längere Ausflüge etabliert. Als einziges Fest präsentiert sich Ostern mit vier aufeinanderfolgenden arbeitsfreien Tagen, die eher zur Freizeitgestaltung einladen, als zum Besuch eines Gottesdienstes – der schwache Besuch der Kirchen legt davon eindrucksvoll Zeugnis ab.
Ostern ist ein bewegliches Fest, das im 4. Jahrhundert auf den Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond festgelegt wurde. Ostern verbindet somit religiöse Inhalte mit der Freude über den Beginn des Frühlings und das Erwachen der Natur.
Zum Autor
Im Jahre 1971 startete Hans-Jörg Vogler (75) als nebenberuflicher Vereinsberichterstatter seine journalistische Karriere. Nach Stationen als Redaktionsleiter und Publizist mehrsprachiger, internationaler Kundenmagazine sowie als Autor von mehreren Büchern ist der gelernte Redakteur als "Freier Autor" aktiv. Von 1977 bis 2001 gehörte Vogler - mit einer kurzen Unterbrechung - als CDU-Abgeordneter dem Main-Kinzig- Kreistag an und war zehn Jahre lang CDU-Fraktionsvorsitzender in Erlensee. Partei und aktiver Politik hat er vor mehr als 20 Jahren den Rücken gekehrt. Er lebt heute mit seiner Familie in Biebergemünd.







