Aktuell verwenden in Deutschland ungefähr 2,2 Prozent der Bevölkerung regelmäßig E-Zigaretten, wobei der Anteil klassischer Raucher nach wie vor konstant bei 30 Prozent liegt, was im internationalen Vergleich einen weiterhin sehr hohen Wert darstellt.

Drei Hauptmodelle dominieren den Markt

In Deutschland sind vorwiegend drei verschiedene Typen von E-Zigaretten im Umlauf: Einweggeräte, die man nach etwa 600 Zügen entsorgen kann, sogenannte Pod-Systeme, die über kleine, austauschbare Kartuschen verfügen, sowie Tankmodelle, für die man ein E-Liquid kaufen muss.

Wachsende Forschung zur Gesundheit

Mit der steigenden Beliebtheit der E-Zigarette wächst auch das Interesse der Forschung. Immer mehr Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler setzen sich mit den gesundheitlichen Auswirkungen des Dampfens – insbesondere im Vergleich zum klassischen Tabakkonsum – auseinander. In diesem Zusammenhang erregte auch der Dokumentarfilm „A Billion Lives“ Aufmerksamkeit, der sich sehr kritisch mit dem Potenzial von E-Zigaretten und dem klassischen Tabakkonsum auseinandersetzt. Einer der wesentlichen Punkte des Films: Beim Rauchen von E-Zigaretten entstehen weniger Schadstoffe, da es zu keinem Verbrennungsprozess kommt. Dadurch werden, wie Studien zeigen, krebserregende Substanzen wie etwa Formaldehyd oder rund 250 weitere giftige Stoffe vermieden.

Die Geschichte der E-Zigarette

Die Idee eines tabakfreien Inhalierens ist aber nicht neu. Bereits 1963 reichte der Amerikaner Herbert A. Gilbert ein Patent für eine „rauchfreie Zigarette“ ein, mit der aromatische Dämpfe erzeugt werden konnten. Aber erst einige Jahrzehnte später, im Jahr 2004, wurden erste E-Zigaretten auf dem chinesischen Markt angeboten. Zum entscheidenden Durchbruch kam es dann im Jahr 2007 durch leistungsfähige Akkus, wie sie auch in der Mobilfunkbranche verwendet werden. Dadurch wurde das Dampfen alltagstauglich – und der Weg für den Erfolg der E-Zigarette war geebnet.

Wachsende Bedeutung für die Gesundheit

Heute wird die E-Zigarette als eine vielversprechende Chance gesehen, um gesundheitliche Schäden, die durch das Rauchen entstehen, zu verringern. In diesem Zusammenhang wird auch die Forderung, E-Zigaretten im Rahmen der „Tobacco Harm Reduction“ vermehrt einzusetzen, immer lauter.

Unterschiede zwischen Dampfen und Rauchen

Klar ist: Zwischen Dampfen und Rauchen gibt es grundlegende Unterschiede. Während beim Rauchen von Tabak unzählige gesundheitsschädliche Substanzen durch Verbrennung freigesetzt werden, funktionieren E-Zigaretten über das Erhitzen von Liquids. Dadurch entstehen merklich weniger gefährliche Stoffe und in einigen Liquids ist auch gar kein Nikotin enthalten. Dadurch stellt das Dampfen eine Alternative dar, die zwar nicht völlig frei von Risiken ist, aber im Vergleich als deutlich weniger gesundheitsschädlich gilt.