Mit 273,7 Punkten hat der Index im Juli 2022 um mehr als 20 Punkte im Vergleich zum Vormonat zugelegt. Seit Juli 2021 (133,2 Punkte) hat sich der Index mehr als verdoppelt. „Die Kostenexplosion bei Energie findet kein Ende. Der Druck auf die Unternehmen wächst. Für immer mehr Branchen werden die Energiepreise zum existenziellen Problem. Da müssen wir gegensteuern. Schnelles Handeln ist notwendig", fordert vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. Der Index für Primärenergie verzeichnet mit 304,8 Punkten (+5,9 Prozent) das nächste Allzeithoch. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stieg der Wert um 119,9 Prozent. Der Primärenergieindex umfasst Stein- und Braunkohle, Erdöl sowie Erdgas. Im Vergleich zum Vormonat stiegen besonders die Einfuhrpreise für Erdgas (+20,5 Prozent) und Steinkohle (+14,4 Prozent). Der Sekundärenergieindex stieg im Vergleich zum Vormonat um 12 Prozent (242,7 Punkte) und der Strompreis sogar um 21, 4 Prozent (276 Punkte). Die vbw nennt eine Reihe von Maßnahmen, um den Preisanstieg zu stoppen. „Wir fordern eine Anpassung der Strompreisbildung für eine Übergangszeit. Hier sollen Gaskraftwerke in der Merit-Order nicht mehr preisbestimmend sein. Weiter müssen wir dafür sorgen, dass die günstige Erzeugung aus erneuerbaren Energien auf den Strompreis durchschlägt", so Brossardt.

Aus Sicht der vbw braucht es effektive Entlastungsmaßnahmen, die den Unternehmen sofort helfen. „Wir fordern einen unkomplizierten Fuel-Switch, damit Betriebe rasch von Gas auf andere Energieträger umsteigen können. Auch mit dem geplanten Gasauktionsmodell kann man Gas einsparen. Es muss jetzt gestartet werden und sollte unabhängig von Gasengpässen gelten. Außerdem muss die Reaktivierung der Kohlekraftwerke nun schnell gehen. Zudem müssen die drei verbliebenen Kernkraftwerke zumindest bis Frühjahr 2024, also über die nächsten beiden Winter, am Netz bleiben. Bei alledem dürfen wir nicht vergessen, dass ein rascher Ausbau aller erneuerbaren Energien und der Stromnetze höchste Priorität haben muss", erklärt Brossardt. Die vbw fordert zudem, die staatlich veranlassten Kosten zu senken. „Die Stromsteuer muss dauerhaft auf das europarechtliche Minimum abgesenkt werden. Es braucht ein Aussetzen oder deutliches Absenken der Energiesteuer, das nationale Emissionshandelssystem muss in der Krise ausgesetzt werden. Vor allem die Kohle, auf die wir jetzt dringend bei der Verstromung angewiesen sind, darf nicht ab 2023 erfasst werden", mahnt Brossardt.


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