vbw zum Pilotenstreik bei der Lufthansa: Maßnahme zur Unzeit

Unternehmen
Typographie
  • Smaller Small Medium Big Bigger
  • Default Helvetica Segoe Georgia Times

Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. hat den für morgen angekündigten Pilotenstreik bei der Lufthansa scharf kritisiert.

„Der Streik kommt völlig zur Unzeit. Wir befinden uns in einer Ausnahmesituation. Die Unternehmen stehen vor großen Herausforderungen infolge von Lieferengpässen, stark steigenden Energiekosten sowie Material-, Rohstoff- und Arbeitskräftemangel. Wir können uns nicht auch noch Störungen bei den Verkehrsströmen im Luftverkehr leisten. Hinzu kommt, dass sich die Luftfahrt nach schwierigen Jahren der Corona-Pandemie als eine der wenigen Branchen zuletzt erfreulich entwickelte und dabei war, an das Vor-Corona-Niveau anzuknüpfen", sagte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Durch den Pilotenstreik erleidet Deutschland nach Überzeugung der vbw nicht nur einen Imageschaden, sondern auch Standortnachteile. „Die Lufthansa steht in starkem internationalem Wettbewerb, vor allem auch durch aufstrebende Konkurrenten mit günstigeren Kostenstrukturen, zum Beispiel aus den Golfstaaten. Bei weiteren Streikaktionen werden Verkehrsströme verstärkt über andere internationale Drehkreuze geleitet werden. Da München eines der beiden zentralen Drehkreuze der Lufthansa in Deutschland ist, ist Bayern besonders betroffen. Unserem Land geht mit jedem Streik Wertschöpfung verloren", so Brossardt.

Die vbw ruft die Vereinigung Cockpit dazu auf, dringend eine dauerhaft tragfähige Lösung am Verhandlungstisch zu suchen: „Die Gehaltsforderungen der Vereinigung Cockpit passen nicht in die Zeit. Die aktuell stark steigenden Preise treffen die Beschäftigten und die Unternehmen. Der Streik richtet sich zudem formal gegen das eigene Unternehmen, faktisch aber gegen die Passagiere und viele andere Unternehmen. Wenn einige Wenige eine gesamte Infrastruktur lahmlegen, zieht dies einen erheblichen volkswirtschaftlichen Schaden nach sich. Das ist fatal in der derzeit ohnehin angespannten Situation", so Brossardt.


PS: Sind Sie bei Facebook? Werden Sie Fan von Aschaffenburg News!

Kommentar schreiben

Senden
Anzeige
Anzeige

online werben

Anzeige

Anzeige
Anzeige
Anzeige

vogler banner neu

Kontakt (3)

Direkter eMail-Kontakt zur Aschaffenburg.News-Redaktion

-> hier klicken