Aschaffenburg: Unternehmensbefragung startet Auswertungsbeginn

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Digitale Informationspakete über die regionale Fachkräftekampagne „Wo, wenn nicht hier“ oder eine Leistungsübersicht des Arbeitsgeber-Service der Arbeitsagentur zielgerichtet an Betriebe mit Stellenbesetzungsproblemen zu versenden – das sind zwei von vielen Aktionen, die auf die Ergebnisse der städtischen Unternehmensbefragung zurückzuführen sind.

Um herauszufinden, wie es den Unternehmen im Stadtgebiet aktuell geht und mit welchen Strategien sie ihre Betriebe durch die schwierigen Zeiten steuern wollen, hatte die Stadt im Januar rund 1.000 Betriebe in Aschaffenburg eingeladen, an einer Online-Umfrage teilzunehmen. Rund 32 Prozent der angeschriebenen Betriebe haben sich beteiligt. Die Stadt Aschaffenburg wertet die Ergebnisse nun detailliert aus.

Die Unternehmensbefragung ist das Herzstück eines Strategieprozesses, den die Stadt im Herbst 2021 gestartet hat. Diese Arbeit koordiniert eine zentrale Anlaufstelle für Wirtschaftsförderungsfragen im Büro des Oberbürgermeisters, die sich eng mit ihren zahlreichen Kooperationspartnern abstimmt und das vielfältige Wirtschaftsförderungsangebot zielgerichtet an die städtischen Betriebe kommuniziert. Eine zentrale Ansprechbarkeit in allen Wirtschaftsförderungsfragen bei der Stadt Aschaffenburg war zudem ein Wunsch der Unternehmen im Rahmen der Unternehmensbefragung. Auf Grund der Rückmeldungen der Betriebe, wird diesem Wunsch nun zeitnah und zielgerichtet entsprochen.
Auch individuelle Gespräche zu einzelnen Standortentwicklungen laufen darüber hinaus aktuell an. Die eingeschränkte Verfügbarkeit von städtischen Wirtschaftsflächen lässt reges Interesse erwarten. „Das Ziel der Stadtverwaltung ist, mit den Betrieben über deren Erwartungen und Pläne am Standort über die standardisierte Unternehmensbefragung hinaus bestmöglich im Austausch zu bleiben“, so Anja Stiel, im Büro des Oberbürgermeisters mit Wirtschaftsförderungsfragen beschäftigt. „Das ist die Basis für eine zielgerichtete Wirtschaftsförderung, die die Stadt in Zusammenarbeit mit ihren Kooperationspartnern anstrebt.“

Voraussichtlich im Herbst wird sich das Stadtratsplenum mit dem Strategieprozess zur Neuausrichtung der Wirtschaftsförderungsleistungen in der Stadt Aschaffenburg beschäftigen. Absehbar ist, dass die sich kontinuierlich ändernden Rahmenbedingungen eine fortlaufende Anpassung der Strategie auf Arbeitsebene erforderlich machen werden. Die Auswirkungen des Ukraine-Krieges spiegeln sich zum Beispiel in den Befragungsergebnissen noch nicht wider.

Hintergrund

Viele Kooperationspartner befassen sich in der Stadt Aschaffenburg mit Wirtschaftsförderungsfragen (s. Grafik). Der durch Anträge des Stadtrats 2021 initiierte Strategieprozess zur Neuausrichtung der Wirtschaftsförderungsleistungen in der Stadt Aschaffenburg wird durch das Büro des Oberbürgermeisters im Sachgebiet Kooperationen, Marketing und Wirtschaft koordiniert. Das Beratungsunternehmen Gefak Gesellschaft für angewandte Kommunalforschung mbH mit Sitz in Marburg begleitet als externer Dienstleister den Strategieprozess, der neben dem Meinungs- und Stimmungsbild aus der Wirtschaft eine Strukturdatenanalyse sowie eine Befragung auswärtiger Expertinnen und Experten umfasste.

Inhaltich gesteuert wurde der Prozess durch eine vom Wirtschaftsförderungsausschuss gebildete Lenkungsgruppe. Deren Mitglieder stammen aus der städtischen Verwaltung, dem Stadtrat, der Industrie- und Handelskammer, der Handwerkskammer für Unterfranken, dem Deutschen Gewerkschaftsbund, der Agentur für Arbeit, der Technischen Hochschule, der Zentec Zentrum für Technologie, Existenzgründung und Cooperation GmbH, dem Digitalen Gründerzentrum sowie der Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau.

Die vorläufigen Ergebnisse des Strategieprozesses wurden im Wirtschaftsförderungsausschuss Anfang Mai vorgestellt. Im Herbst wird das Stadtratsplenum in öffentlicher Sitzung über die weitere Entwicklung der Strategie zur Neuausrichtung der städtischen Wirtschaftsförderungsleistungen informiert.

Der umfangreiche Projektbericht kann per E-Mail angefordert werden: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Stichwort: Projektbericht


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