M+E Ausfuhren nach China im April 16,9 Prozent unter Vorjahresniveau

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Die Exporte der bayerischen Metall- und Elektro-Industrie waren im April 2022 um 8,7 Prozent niedriger als im Vorjahresmonat.

Das haben die Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm aus Daten des Bayerischen Landesamts für Statistik errechnet. „Der russische Angriffskrieg in der Ukraine und die Folgen der nach wie vor bestehenden Corona-Pandemie haben gravierende Auswirkungen auf die exportorientiere M+E Industrie im Freistaat", erläutert bayme vbm Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. Die M+E Exporte nach China sind im April 2022 um 16,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zurückgegangen. Dazu Brossardt: „Die derzeitige Entwicklung in China macht uns große Sorgen. Weitreichende Lockdowns infolge einer strengen Null-COVID-Politik bremsen die Konjunktur im Reich der Mitte aus und damit auch die Nachfrage nach unseren M+E Erzeugnissen. Wir sehen das besonders an den Exporten von Kfz und Kfz-Teilen aus dem Freistaat, die im April um 27,6 Prozent niedriger liegen als noch ein Jahr zuvor", erklärt Brossardt.

Die M+E Ausfuhren in die USA, mit einem Anteil von 13,3 Prozent im April der größte Exportmarkt für bayerische M+E Erzeugnisse, sind um 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen. „Das ist eine positive Nachricht von unserem wichtigsten westlichen Handelspartner. Die M+E Ausfuhren nach Frankreich und Italien, unsere dritt- und viertwichtigsten Exportmärkte, liegen dagegen um 16,2 und 13,8 Prozent unter Vorjahresniveau. Bei den M+E Exporten in die EU insgesamt müssen wir ein Minus von 10,4 Prozent verbuchen. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Einerseits haben sich durch den Krieg in der Ukraine Materialmangel und Lieferengpässe, die seit Corona bestehen, weiter verschärft. Das bremst die Produktion. Andererseits drückt der Krieg und die deutlich gestiegenen Preise vor allem für Energie insgesamt auf die konjunkturelle Entwicklung", so Brossardt.

Mit Blick auf die im Herbst anstehende Tarifrunde in der M+E Industrie erklärt Brossardt: „Pandemie und Krieg belasten die Unternehmen gerade schwer und die Perspektive für die nächsten Monate ist mehr als unsicher. Gleichzeitig ist die Transformation der Unternehmen in vollem Gange und verursacht hohe Investitionskosten. Deshalb ist für uns klar: Maß und Mitte muss die Devise in der Tarifrunde lauten. Wir können nur verteilen, was wir erwirtschaften werden."


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