Früher weit verbreitet, stehen sie heute in ganz Deutschland auf der „Roten Liste“ und gelten in Bayern als stark gefährdet. Den idealen Lebensraum der Hirschkäfer stellen sonnige Stellen in Eichen- und Laubmischwäldern dar. Dort sollten bestenfalls über 150 Jahre alte Eichen, ein hoher Totholzanteil und zahlreiche Baumstümpfe als Brutstätte und Nahrungsquelle für seine Larven vorhanden sein. Diese Wälder sind jedoch selten geworden. Hauptgründe dafür sind die Abholzung von Waldgebieten für Bauprojekte und das Waldsterben 2.0 aufgrund des Klimawandels und die damit einhergehende Trockenheit der Wälder. Neben lichten Wäldern findet der Hirschkäfer gute Voraussetzungen auch an Waldrändern, in Gärten, Streuobstwiesen, Parks, Alleen und anderen sonnigen Orten mit alten Baumbeständen, aber auch ein vergessener Brennholzstapel kann als Brutplatz dienen. Um den gefährdeten und naturschutzfachlich bedeutsamen Käfern zu helfen, ist es wichtig, sich ein genaues Bild von der Verbreitung zu machen. Das vom BUND Naturschutz unterstützte Projekt „Hirschkäfer gesucht“ setzt dabei auf die Unterstützung der Bevölkerung. Helfen Sie uns beim Sammeln wichtiger Daten zu seiner Lebensweise und zur aktuellen Verbreitung in Franken und Hessen. Wer einen Hirschkäfer entdeckt, kann seine Beobachtungen mit Angabe von Fundort und Funddatum bis 31. August 2022

Online melden – am besten mit einem Foto des Käfers: Für Franken: https://www.hirschkaefer-suche.de/ Für Hessen: https://www.bund-hessen.de/arten-entdecken/hirschkaefer/ Die höchsten Chancen, die nachtaktiven Tiere fliegen oder krabbeln zu sehen, bestehen an schwülwarmen Abenden während ihrer Flugzeit von Mitte Mai bis Ende Juli. Das vom BUND Naturschutz unterstützte Projekt „Hirschkäfer gesucht“ wird gemeinsam von der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft und dem Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU) / Biodiversitätszentrum Rhön durchgeführt, in Hessen vom Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie. Weitere Infos: https://aschaffenburg.bund-naturschutz.de/mitmachen-und-hirschkaeferfunde-melden

 

 


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