Wissen ist Macht, oder?

Ei Gude wie

Wer lesen kann, ist klar im Vorteil! Das haben wir alle schon erlebt. An der Tür ein riesiges Schild „DRÜCKEN“ und was machen wir, wir „ZIEHEN“. Oder, wer fährt schon gerne im Bus mit dem Ziel „Leerfahrt“. Wirtshaustüren, das kennt der geneigte Besucher, gehen immer nach außen auf. So hat jeder von uns schon etliche Beispiele erlebt oder sagen wir durchlebt. Woran liegt das? Ich erklär' es mir mit gedanklicher Abwesenheit.

Ich lass' auch nichts anderes zu. Ich martere mir doch nicht mein Hirn oder ärgere mich noch. Falsch gemacht, Punkt, weitermachen! Und ab und zu über sich selbst lachen. Wer über sich selbst lachen kann, ist ein Stück Lebensqualität weiter, wie die andere Gruppe. Falls Sie zu dieser gehören, gebe ich Ihnen einen Tipp: Stellen Sie sich vor einen Spiegel, am besten im Keller, und Lachen Sie, Lachen Sie mit sich, über sich. Das tut gut! Selbstironie ist angesagt. Wer über sich selbst nicht lachen kann, der bringt auch andre nicht zum Lachen. Wer selbst das Glück nicht kennt, wie kann er andre glücklich machen?

Neuerlich, seit PISA, kommt noch eine aktuelle Deutung des Satzes hinzu, die Lesekompetenz. Doch zunächst, was heißt oder bedeutet PISA? Das Akronym (Kürzel) PISA heißt in Englisch „Programme for International Student Assessment“ (Programm zur internationalen Schülerbewertung)

Die PISA-Studien der OECD (Organisation for Economic Co-operation and Development / Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) sind internationale Schulleistungsuntersuchungen, die seit dem Jahr 2000 in dreijährlichem Turnus in den meisten Mitgliedstaaten der OECD und einer zunehmenden Anzahl von Partnerstaaten durchgeführt werden und die zum Ziel haben, alltags- und berufsrelevante Kenntnisse und Fähigkeiten Fünfzehnjähriger zu messen. Die Lesekompetenz bedeutet in PISA folgendes: Geschriebene Texte verstehen, anwenden, über sie nachdenken und sich mit ihnen beschäftigen. Dadurch seine Ziele erreichen, sein Wissen und Potenzial weiterentwickeln und am gesellschaftlichen Leben teilhaben. Haben Sie das verstanden? Gut. Dann sind Sie schon ein Stück weiter, weiter wie ich. Ich wollte das zuvor mit der PISA-Studie erwähnen, weil ich es für wichtig halte. Ob es richtig ist, steht auf einem anderen Blatt und wird von mir heute nicht bewertet. Das dürfen Sie machen. Ich finde Kompetenz (Fachwissen) grundsätzlich für wichtig. Wenn wir ehrlich sind, streben wir das auch alle, für alle möglichen Bereiche an. Das ist menschlich! Wir sind es ja auch, zumindest tun wir so, Experten sind wir. Wir wissen, was Unser Bundeskanzler falsch macht, wissen was Er machen müsste, wir wissen, wer Deutscher Fußballmeister wird (ist zurzeit auch leicht) und wir wissen einfach ALLES. Vorausgesetzt: Wir lesen Zeitung (und auch Bücher). Tageszeitungen, Zeitschriften, Magazine etc. und unseren Vorsprung. Täglich, wöchentlich, fortlaufend. Lesen bildet. Viel Spaß beim Lesen. Sie kennen die Sprüche: „Du weißt alles und ich weiß alles besser!“ „Wissen ist Macht – nichts Wissen macht nichts“, bedeutet Machtlosigkeit, auch ohne Macht oder Ohnmacht! Dem Spruch halte ich entgegen: Wissen allein macht noch keine Macht. Man muss auch den Verstand und den Mut haben, das Wissen - richtig - und zum richtigen Zeitpunkt an der richtigen Stelle einzusetzen. Also "Wissen" allein ist noch gar nichts. Erst zusammen mit Können, Wollen und Tun wird effektiv "Macht" daraus. Ei Gude, wie!

Zum Autor

Er sei ein waschechter Neuenhaßlauer, sagt er von sich selbst. Helmut Müller (73) ist in Neuenhaßlau als 4. von 7 Kindern geboren und ein typisches Nachkriegskind dazu. Seine Mutter Hessin und evangelisch, sein Vater Sudetendeutscher und katholisch, aber kein Flüchtling, sondern Kriegsgefangener, der nicht in seine angestammte Heimat zurückkonnte. Er wächst in einem 4 Generationen Haus mit den Eltern, sechs Geschwistern, Oma und Opa sowie Onkel und der Ur-Großmutter auf. Der Spielplatz war die Straße. In der Volksschule, die er mit dem Hauptschulabschluss beendete, war deutsch seine erste Fremdsprache, die er lernen musste. In späteren Jahren hat er seine mittlere Reife und das Fachabitur für Wirtschaft und Verwaltung nachgeholt und das Ganze als Diplom Verwaltungswirt (FH) abgeschlossen. Er war in etlichen Vereinen aktiv. Man könnte ihn getrost als „Vereinsmeier“ bezeichnen. Er hat dabei fast alle Positionen, die ein Vorstand hat, begleitet. Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.