Mit dem überregional eingesetzten Portal beginnt für die Patientinnen und Patienten in Bayern eine neue Phase der digitalen Krankenhausversorgung. Erste Krankenhäuser wenden die vernetzte Lösung bereits an.  Gerlach betonte: „Mit dem Start des digitalen Patientenportals gehen wir einen weiteren Schritt hin zu einem modernen und zukunftsfesten Krankenhaus. Diese Digitalisierungsmaßnahme wird positive Auswirkungen auf den Klinikalltag haben und vor allem auch für die Patientinnen und Patienten." Die Ministerin ergänzte: „Das Patientenportal ist ein sichtbares Zeichen dafür, dass wir die Digitalisierung der Krankenhäuser ernst nehmen. Entscheidend ist, dass die Menschen einen konkreten Nutzen haben und erleben, dass ihr Krankenhaus medizinisch und technisch auf der Höhe der Zeit ist."  

Das neue Patientenportal ermöglicht einen sicheren und einfachen Austausch zwischen Krankenhaus und Patient. Gerlach erklärte: „Die Kommunikation zwischen Patienten, Ärzten und Pflegekräften wird durch das neue Portal erheblich erleichtert. Das beginnt bei der Terminbuchung und dem Dokumentenaustausch, umfasst Fragen rund um den geplanten Klinikaufenthalt und reicht bis zur Anschlussbehandlung." Patientinnen und Patienten profitieren zudem von mehr Transparenz: Sie erhalten direkten Zugriff auf wichtige medizinische Unterlagen wie Arztbriefe, Befunde oder Medikationspläne. Digitale Formulare, die Vorbereitung der Aufnahme von zuhause aus sowie der Wegfall von Wartezeiten und Telefonaten entlasten zusätzlich den Klinikalltag sowie die Patientinnen und Patienten.  

Gerlach erläuterte: „75 Träger haben sich an 147 Krankenhausstandorten in Deutschland, davon 126 in Bayern, zusammengeschlossen und mit der Klinik IT eG eine Plattform aufgebaut. Dass das größte genossenschaftliche Digitalprojekt im deutschen Krankenhaussektor in Bayern entstanden ist, ist Ausdruck unserer starken kommunalen Krankenhauslandschaft."  Das Patientenportal wurde mit Mitteln aus dem Krankenhauszukunftsfonds (KHZF) gefördert. Insgesamt standen für die Digitalisierung der bayerischen Plankrankenhäuser rund 590 Millionen Euro zur Verfügung, davon übernahm der Freistaat Bayern die vollständige Ko-Finanzierung in Höhe von 180 Millionen Euro.  

Die Ministerin hob hervor: „Förderprogramme sind dann nachhaltig, wenn am Ende keine Insellösungen entstehen, sondern gemeinsame Plattformen, auf denen weitere Häuser aufsetzen können. Genau das ist hier gelungen. Mit dem Patientenportal wurde unter anderem die Grundlage für die Anbindung weiterer Leistungserbringer sowie für eine bessere Verzahnung von ambulantem und stationärem Sektor geschaffen."