Darauf hat Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach am Ostersonntag hingewiesen. Die Ministerin betonte: „In den ersten drei Monaten dieses Jahres sind schon 53 Anträge für unsere Landarztprämie eingegangen, mit der wir Niederlassungen im ländlichen Raum fördern. Das ist ein großer Erfolg!" Gerlach fügte hinzu: „Bewilligt wurden dieses Jahr bereits 43 Anträge (Stand: 31.03.2026). Damit konnten wir schon 21 Hausärztinnen und Hausärzte, eine Frauenärztin, zwei Kinderärzte, einen Augenarzt, eine HNO-Ärztin, zwei Urologen, 13 Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten sowie zwei Kinder- und Jugendpsychotherapeutinnen im ländlichen Raum unterstützen." Durch die bayerische Landarztprämie werden Niederlassungen von Ärztinnen und Ärzten in ländlichen Regionen mit bis zu 60.000 Euro unterstützt. Psychotherapeutinnen und -therapeuten können eine Förderung von bis zu 20.000 Euro erhalten. Voraussetzung ist, dass sich die Medizinerinnen und Mediziner in Gemeinden mit nicht mehr als 20.000 Einwohnerinnen und Einwohnern niederlassen.

Bei Kinder- und Jugendpsychiaterinnen und -psychiatern liegt die Grenze bei 40.000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Des Weiteren haben die Niederlassungen in Gemeinden zu erfolgen, die nicht überversorgt sind. Ärztinnen und Ärzte können auch dann eine Prämie erhalten, wenn sie eine schon bestehende Praxis übernehmen. Gerlach unterstrich: „Die Verfügbarkeit der ärztlichen Versorgung darf nicht von der Postleitzahl abhängen. Deshalb setze ich mich auch weiterhin dafür ein, noch mehr Medizinerinnen und Mediziner für die Arbeit im ländlichen Raum zu gewinnen. Seit 2012 konnten wir bereits 1.521 Niederlassungen, MVZ-Gründungen und Filialbildungen fördern und so 992 Hausärztinnen und Hausärzte sowie 529 Fachärztinnen und Fachärzte unterstützen (Stand: 31.03.2026)."

Die Ministerin ergänzte: „Auch mit der Landarztquote für angehende Medizinerinnen und Mediziner sowie dem Stipendienprogramm für Medizinstudierende, dem Programm ‚Beste Landpartie Allgemeinmedizin' und dem Förderprogramm für Kommunen schaffen wir wichtige Anreize, um die medizinische Versorgung auf dem Land in Zukunft sicherzustellen." Gerlach betonte: „Der Behandlungsbedarf der Menschen steigt weiter – und die Praxen klagen über bürokratische Hürden. Wichtig ist daher, dass die Praxen entlastet werden. Vor allem digitale Anwendungen und Bürokratieabbau sind wichtige Hebel, um Zeit und Kosten zu sparen. Zudem braucht es eine bessere Patientensteuerung, um unnötige Facharztbesuche zu vermeiden und die vorhandenen Ressourcen besser zu nutzen. Das von der Bundesregierung geplante Primärarztsystem ist dafür ein wichtiger Schritt."

Weitere Informationen zu den Förderprogrammen des Freistaats finden Sie auf der Website des Bayerischen Gesundheitsministeriums.