Gerlach will Menschen mit psychischen Erkrankungen verstärkt unterstützen

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Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Judith Gerlach setzt sich mit Nachdruck dafür ein, dass Menschen mit psychischen Erkrankungen noch besser unterstützt werden.

Gerlach betonte am Mittwoch anlässlich einer Förderzusage an den Verein Mutmachleute und der Eröffnung der Wanderausstellung „Ein Wir ist stärker als ein Ich“ in München: „Für die Betroffenen und deren Angehörige ist eine psychische Erkrankung mit großem Leid verbunden und führt oft zu erheblichen Beeinträchtigungen im Alltag. Leider werden psychische Störungen auch heute noch oft stigmatisiert und tabuisiert – dabei gehören diese zu den Volkskrankheiten unserer Zeit.“ Gerlach unterstrich: „Am besten wäre es natürlich, erst gar nicht krank zu werden! Mir ist es daher ein großes Anliegen, die Resilienz der Menschen zu stärken und psychischen Störungen vorzubeugen. Daher bekommt die Prävention in der bayerischen Gesundheitspolitik jetzt noch mehr Bedeutung. Aktuell bereiten wir eine umfassende Präventionsstrategie für ganz Bayern vor – den Masterplan Prävention. Wir stellen die Weichen für mehr Vorsorge, eine bessere Gesundheitsförderung und ein ausgeprägtes Gesundheitsbewusstsein, gerade auch mit Blick auf psychische Erkrankungen.“

Die Ministerin fügte hinzu: „Gleichzeitig müssen wir aber auch die gesellschaftliche Akzeptanz für psychische Erkrankungen weiter erhöhen. Das Engagement des Vereins Mutmachleute ist ein leuchtendes Beispiel für Solidarität, Inklusion und gegen Ausgrenzung! Sie setzen sich mit beeindruckender Hartnäckigkeit dafür ein, das Bewusstsein der Menschen für die psychische Gesundheit zu schärfen und geben den Betroffenen eine Stimme, oder vielmehr: ein Gesicht! Ihr Einsatz zeigt auch, wie wichtig die Selbsthilfe im Umgang mit psychischen Erkrankungen ist. Die Akteure machen Betroffenen Hoffnung und geben Zuversicht! Wir brauchen mehr Mutmachleute wie Sie!“

Gerlach gab Förderzusage über rund 29.000 Euro für Verein Mutmachleute

Gerlach gab dem Verein Mutmachleute im Rahmen der Ausstellungseröffnung eine Förderzusage über rund 29.000 Euro: „Damit möchten wir eine weitere Ausstellung des Vereins finanziell unterstützen, die Kinder und Jugendliche mit psychischen Erkrankungen in den Blick nimmt.  Schutz und der Erhalt der psychischen Gesundheit gerade auch bei jungen Menschen ist mir ein wichtiges Anliegen. Wir brauchen einen offenen Umgang mit psychischen Erkrankungen und müssen uns für deren weitere Entstigmatisierung entschieden einsetzen. Der Verein Mutmachleute leistet hier einen ganz wertvollen Beitrag.“

Gerlachs besonderer Dank galt den Protagonisten der aktuellen Ausstellung „Ein Wir ist stärker als ein Ich“, die auf den großflächigen Aufstellern der Ausstellung zu sehen sind und selbst an psychischen Erkrankungen leiden: „Sie sind Vorbilder. Denn Sie haben den Mut, Ihr Gesicht zu zeigen und Ihre persönlichen Geschichten zu teilen. Sie machen damit nicht nur Ihre eigenen Erfahrungen sichtbar, sondern Sie schenken anderen Betroffenen Gewissheit. Die Gewissheit nämlich, dass niemand mit seiner Erkrankung allein sein muss! Dafür danke ich Ihnen von ganzem Herzen.“

Die Ausstellung „Ein Wir ist stärker als ein Ich“ des Starnberger Vereins Mutmachleute e.V. zeigt auf 20 großformatigen Aufstellern Bilder von Frauen und Männern im Alter von 18 bis 65 Jahren mit psychischen Erkrankungen, die mit ihrer eigenen Geschichte Mut machen und zum Nachdenken anregen wollen. Die Ausstellung, die seit Januar 2023 durch ganz Deutschland tourt, ist bis Freitag, 26. Juli 2024 in der Rotunde des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit, Pflege und Prävention, Haidenauplatz 1 in 81667 München zu sehen.


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