Digitalisierung im deutschen Gesundheitswesen rasch vorantreiben

Foto: Susie Knoll

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Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach setzt sich dafür ein, dass die Digitalisierung im deutschen Gesundheitswesen rasch vorangetrieben wird.

Gerlach betonte am Freitag zum Abschluss ihres viertägigen Dänemark-Besuchs: „Meine Gespräche in Kopenhagen haben wichtige Impulse gebracht. Dänemark ist in der Nutzung von Digitalen Tools im Bereich der Gesundheit und der Pflege führend in Europa. Deutschland hat hierbei noch einiges aufzuholen.“ Gerlach erläuterte: „Dänemark macht beispielsweise bei der digitalen Vernetzung zwischen den Krankenhäusern vor, wie Digitalisierung sinnvoll eingesetzt werden kann. Ich hatte hierzu einen sehr guten Austausch mit der dänischen Digitalministerin Marie Bjerre. Klar ist: Es geht nicht darum, Menschen zu ersetzen, sondern sie in ihrer Tätigkeit zu entlasten und ihnen so mehr Zeit für die Arbeit mit Patienten und Pflegebedürftigen zu geben.“ Zudem traf Gerlach am Donnerstag Vertreterinnen und Vertreter der Pflege und Prävention. So besuchte die Ministerin unter anderem das Pflegeheim „Königin Anne-Marie“, in dem digitale Hilfsmittel beispielsweise für ältere Menschen mit Demenz verwendet werden. Diese Hilfsmittel geben Orientierung und schützen davor, sich zu verirren. 

Gerlach unterstrich: „Jeder von uns möchte möglichst viele Lebensjahre bei guter Gesundheit verbringen und dabei gut und den individuellen Ansprüchen entsprechend versorgt werden. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen wir den Blick verstärkt auf das Thema Prävention und gesundes Altern lenken. Auch bei diesen Themen spielt die Digitalisierung zunehmend eine größere Rolle, denn digitale Tools können den Zugang zu Informationen und unterstützenden Maßnahmen erleichtern.“ Die Ministerin ergänzte: „Soweit Menschen auf pflegerische Unterstützung angewiesen sind, benötigen wir in Bayern eine gute sowie qualitativ hochwertige pflegerische Versorgung. Dänemark ist in meinen Augen auch in diesem Bereich ein sehr gutes Vorbild, vor allem wenn es um den Aufbau eines gut organisierten Versorgungsnetzwerkes geht.“

Gerlach fügte hinzu: „Mit unserer bayerischen Strategie ‚Gute Pflege. Daheim in Bayern.‘ setzen wir auf individuell in den Kommunen entwickelte und am regionalen Bedarf orientierte Lösungen. Die Erkenntnisse, die ich bei den Gesprächen in Dänemark gewinnen konnte, können wir in Bayern bei der Weiterentwicklung unserer pflegerischen Strukturen nutzen.“ Auf dem Dänemark-Programm der Ministerin standen unter anderem auch Besuche bei dem Nationalen Institut für öffentliche Gesundheit, der dänischen Gesundheitsbehörde, dem Naestved Krankenhaus sowie dem Zentrum für Interventionsforschung.


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