Gerlach: Gesundheitsschutz für Hitzewellen schreitet in Bayern voran

Foto: Susie Knoll

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In Bayern schreitet der Gesundheitsschutz für künftige Hitzewellen in Zusammenarbeit mit den Kommunen voran. Darauf hat Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach am Freitag hingewiesen.

Gerlach betonte: „Jede vierte Kommune in Bayern hat bereits erste Schritte und Ideen für Hitzeanpassungsmaßnahmen unternommen - im Jahr 2023 waren es nur knapp 15 Prozent.“ Die Ministerin fügte hinzu: „Die wegen des Klimawandels immer häufiger werdenden Hitzewellen sind insbesondere für Ältere gefährlich – aber zum Beispiel auch für Menschen mit Vorerkrankungen sowie Säuglinge, Kinder und Schwangere. Wir setzen bei der Verstärkung der Anpassungsmaßnahmen ganz besonders auf die Zusammenarbeit mit den Kommunen und deren Unterstützung bei der Ausarbeitung von individuellen Hitzeaktionsplänen und lokalen Maßnahmen. Denn vor Ort befinden sich die wichtigsten Akteure mit der notwendigen Expertise, um an die jeweilige Region angepasste Hitzeprävention zu betreiben.“

Gerlach erläuterte: „Wir lassen die Kommunen bei der Bewältigung der Herausforderungen des Klimawandels nicht allein. Gemeinsam mit dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) stellen wir den Städten und Gemeinden Informationen zur Verfügung, zum Beispiel über eine Toolbox zur Erarbeitung von Hitzeaktionsplänen, und fördern mit Hitzeworkshops die Vernetzung der Kommunen auf diesem Gebiet. Darüber hinaus haben wir mit dem Bayerischen Kompetenzzentrum für Gesundheitsschutz im Klimawandel unter anderem eine zentrale Anlaufstelle für Kommunen rund um das Thema Hitzeanpassungsmaßnahmen und Hitzeaktionspläne geschaffen.“

Die neuen Daten stammen aus einer Befragung der Kommunen durch die Bayerische Landesarbeitsgemeinschaft Gesundheitsschutz im Klimawandel (LAGiK) am LGL. Den bisherigen Ergebnissen zufolge liegt bereits in sechs Kommunen ein Hitzeaktionsplan vor, oder ist kurz vor Fertigstellung. Etwa 25 Prozent haben bereits erste Schritte und Ideen für Hitzeanpassungsmaßnahmen unternommen – das sind rund 10 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Die häufigsten Maßnahmen beziehungsweise Planungen sind Begrünungen (circa 46 Prozent), Erhalt von Freiflächen zur Schaffung von Frischluftschneisen (etwa 41 Prozent) oder das Aufstellen von Trinkwasserspendern (rund 26 Prozent).

Der Präsident des LGL, Prof. Dr. Christian Weidner betonte: „Das LGL ist im stetigen Austausch mit Kommunen und weiteren Ansprechpartnern zum Thema Hitzeprävention. Dabei rennen wir erfreulicherweise offene Türen ein. Rund jede dritte Kommune, die an unserer Umfrage teilnahm, gab an, mindestens eine Stelle zu haben, die sich um das Thema Hitzeanpassung kümmert. Ich freue mich, dass es hier spürbar vorangeht.“


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