Gerlach wirbt für stärkere europäische Zusammenarbeit bei der Erfassung und Verarbeitung von Gesundheitsdaten

Foto: Susie Knoll

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Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach wirbt für eine stärkere europäische Zusammenarbeit bei der Erfassung und Verarbeitung von Gesundheitsdaten.

Anlässlich ihrer Rede bei der Eröffnung der internationalen Gesundheitsmesse in Helsinki betonte Gerlach am Dienstagnachmittag: „Für die Gesundheit der Menschen in ganz Europa ist es wichtig, dass wir möglichst rasch die an verschiedenen Stellen existierenden Gesundheitsdaten zusammenführen und gemeinsam nutzen. Wir müssen länderübergreifend verstärkt zusammenarbeiten, um unsere Patientinnen und Patienten auf Basis einer möglichst guten Datengrundlage bestmöglich und individualisiert behandeln zu können. Über den Europäischen Gesundheitsdatenraum haben wir nun die historische Chance, dies auch zu realisieren.“ Die Ministerin ergänzte: „Bayern hat sich in Deutschland und Brüssel stark für die Etablierung des Europäischen Gesundheitsdatenraums eingesetzt. Es freut mich sehr, dass die entsprechende Verordnung im April verabschiedet wurde. Nun gilt es, die Verordnung umzusetzen und gemeinsam mit dem Bund Gesundheitsdaten für Versorgung, Forschung und Innovation nutzbar zu machen. In Bayern planen wir hierfür eine Bayerische Gesundheitsdaten-Cloud. “

Gerlach betonte: „Finnland ist bei der Digitalisierung des Gesundheitswesens Vorreiter in Europa. Der Aufbau von großen Datenbanken für die Forschung und Versorgung ist hier bereits etabliert. In Deutschland gibt es in diesem Bereich noch Nachholbedarf. Wir müssen bei der Digitalisierung schneller vorankommen, weil innovative Technologien uns dabei helfen können, die Datenberge besser auszuwerten und zu nutzen. Für die Forschung und Versorgung von morgen werden diese immer wichtiger.“ Mit Blick auf das Thema Prävention, das einen Schwerpunkt auf der internationalen Gesundheitsmesse bildet, betonte Gerlach: „Jeder von uns möchte möglichst viele Lebensjahre bei guter Gesundheit verbringen. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen wir den Blick verstärkt auf das Thema Prävention lenken. In Bayern arbeiten wir gerade am Masterplan Prävention, mit dem wir die Menschen in einem gesunden Lebensstil unterstützen wollen. Auch bei diesem Thema spielt die Digitalisierung zunehmend eine größere Rolle, denn digitale Tools können den Zugang zu Informationen und unterstützenden Maßnahmen erleichtern.“

An der internationalen Gesundheitsmesse nehmen über 1000 Teilnehmerinnen und -teilnehmer aus mehr als 35 Ländern teil. In zahlreichen Vorträgen und Diskussionen geht es um das Thema „Einsatz von Prävention und Präzisionsmedizin in großem Maßstab“.


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