Gerlach: Telemedizin stärkt medizinische und pflegerische Versorgung

Foto: Susie Knoll

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Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach setzt gezielt auf Digitalisierung, um die medizinische und pflegerische Versorgung zu stärken. Anlässlich der Förderbescheidübergabe an das Bad Kissinger Zentrum für Telemedizin (ZTM) e.V. betonte die Ministerin am Donnerstag: „Mit digitaler Technik wollen wir die medizinische und pflegerische Versorgung weiter verbessern. Die Telemedizin leistet einen wesentlichen Beitrag zur flächendeckenden und hochwertigen medizinischen Versorgung in Bayern.“

Gerlach ergänzte: „Das Zentrum für Telemedizin macht erlebbar, welche großen Möglichkeiten Digitalisierung für Patientinnen und Patienten, Pflegebedürftige sowie für die Ärzteschaft und Pflegende bietet. Wir setzen daher unsere Unterstützung des ZTM e.V. verlässlich fort und fördern ihn in diesem Jahr mit rund 607.500 Euro.“

Die Telemedizin ist ein wichtiger Bestandteil der zukunftsfähigen Gesundheitsversorgung in Bayern. Seit seiner Gründung im Jahr 2012 wurde das Engagement des ZTM e.V. mit insgesamt rund 6 Millionen Euro vom bayerischen Gesundheitsministerium gefördert. Während in den ersten Jahren der Fokus auf dem Einsatz von Telemedizin in Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld lag, engagiert sich der Verein seit 2020 verstärkt für die Nutzung der Chancen von E-Health und E-Care in ganz Bayern. Außerdem betreibt der Verein einen Showroom in Bad Kissingen, der inzwischen auch virtuell besucht werden kann. Gerlach erläuterte: „Der Zentrum für Telemedizin e.V. vernetzt zudem die Sektoren Rettungsdienst, Katastrophenschutz, Arztpraxis, Krankenhaus, Rehabilitation und Pflegeeinrichtung. Durch die telemedizinische Vernetzung wird medizinisches Spezialwissen landesweit verfügbar – zum direkten Nutzen der Patientinnen und Patienten, etwa bei der Notfallbehandlung von Schlaganfällen oder Herzinfarkten, bei der jede Minute zählt."

Aufgrund seines hohen Stellenwerts wird das ZTM in Bad Kissingen seit 2017 institutionell vom Freistaat gefördert. Eine institutionelle Förderung ist im Gegensatz zu einer Projekt- oder Anschubfinanzierung langfristig angelegt. Die Förderung wird dabei jährlich anhand der aktuellen Bedürfnisse geprüft und ausbezahlt. Das Grundprinzip von Telemedizin besteht darin, dass sich zum Beispiel Arzt und Patient nicht zu jedem Kontakt an einem Ort treffen müssen. Stattdessen kann ein Kontakt auch über Telefon beziehungsweise Videokommunikation und die elektronische Übermittlung von Vitaldaten erfolgen. Dadurch sparen sich Arzt wie Patient Fahrzeiten- und Reisestrapazen. Insbesondere für ältere Patientinnen und Patienten und Bürgerinnen und Bürger im ländlichen Raum kann Telemedizin daher eine erhebliche Entlastung sein.

Die Ministerin betonte: „Die Digitalisierung soll auf keinen Fall den persönlichen Kontakt ersetzen. Vielmehr soll sie entlasten und dadurch mehr Zeit für andere Aufgaben schaffen. Digitale Prozesse verbessern das, worauf es am meisten ankommt: die Versorgungsqualität und die Patientenzufriedenheit.“ Weitere Informationen zum Zentrum für Telemedizin in Bad Kissingen finden sich im Internet unter www.ztm-badkissingen.de/.


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