"Mit innovativen Ideen und neuer Technologie vorangehen – das ist die Devise auch im Rettungsdienst", sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann bei der heutigen Übergabe des ersten E-KTWs in Erlangen. Mit dem Projekt sollen der elektrische Antrieb von Einsatzfahrzeugen getestet und erste Erfahrungen im Echtbetrieb gesammelt werden. "Denn E-Fahrzeuge im Rettungsdienst stehen vor besonderen Herausforderungen. Als Teil der kritischen Infrastruktur und Daseinsvorsorge müssen sie strengen Vorgaben gerecht werden und sich im Einsatzalltag bewähren." Neben einer ausreichenden Reichweite zähle hierzu auch eine vollständige medizinische Ausstattung. "Dieser E-KTW soll daher die künftige Richtung eines ebenso leistungsstarken wie ökonomischen und klimafreundlichen Rettungsdienstes vorgeben", so Herrmann. Die gewonnene Erfahrung werde bei der weiteren Entwicklung elektromobiler Konzepte in der Notfallrettung eingesetzt.

Die Kreisverbände des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) in der eher urbanen Region Erlangen-Höchstadt und der ländlicheren Region Rhön-Grabfeld erproben den voll elektrisch betriebenen Krankentransportwagen zunächst abwechselnd im Einsatz. Bayern ist bundesweit eines der wenigen Bundesländer, in dem Rettungsmittel für alle Durchführenden des Rettungsdienstes zentral von einer Stelle beschafft werden: "Wir haben im Freistaat eine aus einer Hand beschaffte, einheitliche und hochstandardisierte Flotte mit mehr als 1.600 Rettungswagen, Krankentransportwagen und Notarzt-Einsatzfahrzeugen im Einsatz", erläuterte der Innenminister. Bereits seit 2018 befasse sich die beim BRK angesiedelte zentrale Beschaffungsstelle auch mit dem Thema „Alternative Antriebe im Rettungsdienst“ – mit allen Licht- und Schattenseiten.

Der Minister dankte allen, die das Projekt unterstützen und ermöglichen, insbesondere den Krankenkassen, die auch die Kosten der Einsatzmittel tragen und würdigte abschließend die engagierte Arbeit der Retterinnen und Retter: "Ein herzliches Vergelt's Gott an alle bayerischen Einsatzkräfte für ihren unermüdlichen Einsatz zum Wohle unserer Bürgerinnen und Bürger."


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