Deutschlandweit werden dadurch rund 4.000 Schulen gefördert, davon sind 60 Prozent Grundschulen. Bernd Rützel: „Für Bayern bedeutet das nach ersten Schätzungen, dass etwa 580 Schulen, davon 348 Grundschulen, gefördert werden. Damit steht Bayern ganz oben auf der Förderliste.“ Die Auswahl der zu fördernden Schulen erfolgt in den Ländern und nach landeseigenen Kriterien. Das Programm besteht aus drei Fördersäulen. Es ermöglicht Investitionen in die Schulgebäude und deren Ausstattung, es werden Mittel für multiprofessionelle Teams bereitgestellt und die Schulen erhalten ein individuelles Chancenbudget, mit dem sie ganz spezifisch dort fördern können, wo es am dringendsten benötigt wird.

Zahlreiche Bildungsstudien bescheinigen zunehmende und teilweise starke Kompetenzdefizite und Chancenungleichheit bei den Schülerinnen und Schülern in Deutschland. Am stärksten betroffen sind junge Menschen aus sozioökonomisch benachteiligten Familien. Bernd Rützel: „Wir wollen die Bedeutung der Schulen für die Entwicklung junger Menschen stärken und so Bildungschancen, unabhängig vom Elternhaus, eröffnen.“

Das Programm läutet einen Paradigmenwechsel in der finanziellen Förderung des Bundes ein. So wird das Geld nicht mehr nach Steueraufkommen und Einwohnerzahl verteilt, sondern folgt sozialen Kriterien wie der Armutsgefährdungsquote und dem Migrationsanteil an den jeweiligen Schulen.


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