Gerlach treibt Digitalisierung im Gesundheits- und Pflegebereich weiter voran

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Bayerns Gesundheits-, Pflege- und Präventionsministerin Judith Gerlach treibt die Digitalisierung weiter voran und setzt dabei auch vermehrt auf Künstliche Intelligenz (KI). Die Ministerin betonte am Freitag anlässlich der internationalen Innovations- und Digitalkonferenz „DLD (Digital, Life, Design) Conference“ von Hubert Burda Media in München: „In den vergangenen Jahren hat die Digitalwelt eindrucksvolle Durchbrüche erlebt, gerade bei der Künstlichen Intelligenz. Das müssen wir uns auch im Gesundheits- und Pflegebereich zu Nutze machen. Ich bin überzeugt: Wenn wir Digital Health vorantreiben, können wir länger und gesünder leben.“

Die Ministerin fügte hinzu: „Digitale Anwendungen sind nicht nur Werkzeug, sondern auch Gestalter des Wandels im Sozial- und Gesundheitswesen. Mit der klugen Integration und Nutzung von KI können wir sicherstellen, dass unsere Gesundheitsversorgung zeitgemäß bleibt.“

Gerlach erläuterte: „Die Möglichkeiten von KI sind gigantisch: So eröffnen Anwendungen in der Fernüberwachung und Telemedizin sowie bei der klinischen Entscheidungsunterstützung und der Echtzeit-Übersetzung die Chance, die Versorgung patientenzentrierter und personalisierter zu gestalten. KI kann außerdem dazu beitragen, die Kommunikation zu verbessern, die Effizienz zu steigern und die Qualität der Versorgung zu erhöhen.“ Gerlach ergänzte: „Klar ist: KI lebt von Daten. Deshalb unterstützen wir die Gestaltung und Etablierung des Europäischen Gesundheitsdatenraums aktiv. Denn unser Ziel ist, dass wichtige Daten auch verfügbar sind: zur besseren Behandlung, zur besseren Forschung und als Training für die Künstliche Intelligenz. Ein Europäischer Datenraum im Bereich Gesundheit, der EU-weit für bessere Versorgung, Forschung und Innovation genutzt werden kann, ist wegweisend.“

Gerlach unterstrich: „Im Fokus aller Digitalisierungsvorhaben im Gesundheits- und Pflegebereich steht das Wohl der Menschen. Es geht darum, die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten mit den technischen Möglichkeiten von heute in Einklang zu bringen. Ziel ist es, durch Digitalisierung freie Kapazitäten für eine noch bessere Betreuung und Versorgung zu schaffen.“ Die Ministerin fügte hinzu: „Damit die Digitalisierung im Gesundheits- und Pflegebereich funktionieren kann, braucht es die Menschen – sowohl die Beschäftigten im Gesundheitswesen als auch die Patientinnen und Patienten. Die Menschen müssen greifbar erfahren, welche Vorteile ihnen die Digitalisierung im Job bringt – aber vor allem auch im Alltag bei der Behandlung als Patient oder Patientin. Deshalb ist eine bessere Aufklärung und Überzeugungsarbeit notwendig.“

Gerlach ergänzte: „Wir haben in Bayern bereits zusätzlich zur Modellregion für die Telematik-Infrastruktur in Franken ein Programm ins Leben gerufen, das für den Ausbau der TI-Modellregion zu einem ganzheitlichen digitalen Ökosystem für Medizin und Pflege sorgen soll: ‚Health Care BY Your Side‘. Wir werden wirkungsvoll und praxisnah über die Vorteile der Digitalisierung in Gesundheit und Pflege aufklären, Ängste nehmen und die Innovationen im Praxisalltag spürbar werden lassen. Bayern nimmt dafür in den kommenden Jahren insgesamt rund 3 Millionen Euro in die Hand, um über reine Techniktests hinaus die Leistungserbringer, aber auch die Bürgerinnen und Bürger über die digitale Transformation praxisnah und verständlich zu informieren und sie zu begleiten.“


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