Gerlach kritisiert KI-Aktionsplan von Stark-Watzinger

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Vor der Klausur der Bundesregierung in Meseberg fordert Bayerns Digitalministerin Judith Gerlach mehr Tempo bei der Digitalisierung und kritisiert insbesondere den „Aktionsplan Künstliche Intelligenz" von Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger.

„Zu wenig, zu schwach, zu unkonkret", urteilt die Ministerin. „Mit diesem Plan fällt Deutschland im globalen Rennen um KI weiter zurück. Hier muss die Forschungsministerin deutlich nachlegen. Sonst bleibt unsere Innovationskraft ebenso am Boden wie seit neuestem der Regierungsflieger." Gerlach fehlen in dem Aktionsplan vor allem konkrete Maßnahmen, um KI-Anwendungen in die Wirtschaft zu bringen. Außerdem stehe Deutschland bei KI-Gründungen weltweit nur auf Platz 9. Deutschen KI-entwickelnden Unternehmen fehlten Daten zum Training ihrer Modelle und auf die besonderen Bedürfnisse von KI hin ausgerichtete Rechenkapazitäten. Das zeige: Die Bundesregierung nehme das Thema Digitalisierung nicht ernst. Gerlach fordert: „Wir brauchen eine Hightech-Agenda für Deutschland, wie wir sie bereits in Bayern haben." Im Rahmen der Initiative investiert Bayern 5,5 Milliarden Euro in KI und Co. Weitere 500 Millionen Euro fließen im Rahmen des Digitalplans in 200 konkrete Projekte, darunter eine Initiative, die KI in die Unternehmen bringt („KI Transfer Plus").

Auf Bundesebene seien auch ein Jahr nach der Vorstellung der Digitalstrategie der Bundesregierung die Ergebnisse kümmerlich: Laut einer Studie des Digitalverbands Bitkom sind bislang nur 11 Prozent der beschlossenen Maßnahmen umgesetzt. Gerade einmal 15 Prozent aller Unternehmen in Deutschland setzen KI ein.


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