Aschaffenburg News - Interview mit Staatsrechtler zum Verhältnis von Staat und Kirche

Interview mit Staatsrechtler zum Verhältnis von Staat und Kirche

Politik
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Das Verhältnis von Kirche und Staat in Deutschland ist komplex und umstritten. Ob das bislang bestehende Zusammenwirken eine Zukunft hat, fragt das Würzburger katholische Sonntagsblatt in seiner aktuellen Ausgabe vom 15. Januar.

Im Sonntagsblatt-Interview äußert sich dazu der emeritierte Professor Dr. Horst Dreier. Von 1995 bis 2020 lehrte er an der Universität Würzburg als Lehrstuhlinhaber Rechtsphilosophie, Staats- und Verwaltungsrecht. Somit befasste er sich auch mit dem Verhältnis von Kirche und Staat. Beide sind in Deutschland nicht konsequent getrennt, sondern sie arbeiten zusammen. Die Verfassung garantiert den Religionsunterricht, und die Finanzämter ziehen die Kirchensteuer ein. Ob Dreier das für zeitgemäß hält? „Überholt würde ich nicht sagen, aber man muss dieses Modell natürlich mit Leben füllen. Und ob da der streng konfessionell gestaltete Religionsunterricht alter Art noch eine blühende Zukunft vor sich hat, wage ich zu bezweifeln.“ Eine andere Frage betreffe die Repräsentanz der christlichen Großkirchen in öffentlichen Institutionen, zum Beispiel in Rundfunkräten. Mit Blick auf die Zukunft hält der Jurist mehr Vielfalt für geboten. „Hier muss meines Erachtens auf Dauer eine breitere Berücksichtigung auch anderer Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften Platz greifen.“

Weiter berichtet das Sonntagsblatt über die Reise von Bischof Dr. Franz Jung ins brasilianische Partnerbistum Óbidos. Begleitet wird Jung von seinem tansanischen Mitbruder John Ndimbo. Besonders die Lebendigkeit und die Herzlichkeit der Menschen hätten bei den beiden Bischöfen Eindruck hinterlassen, schreibt die Kirchenzeitung. Ein Filmprojekt mit Jugendlichen thematisiert das Sonntagsblatt ebenfalls. Firmlinge aus Stadtlauringen standen 2022 vor der Kamera und wirkten an der Produktion eines neunminütigen Films mit. Dieser stellt den 1974 seliggesprochenen Märtyrerpriester Liborius Wagner (1593–1631) vor und fragt nach seiner Bedeutung für die heutige Zeit. Der Film ist bei YouTube abrufbar (youtu.be/u6ZxN44fWsM).


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