Darauf hat Bayerns Gesundheits- und Pflegeminister Klaus Holetschek am Donnerstag im unterfränkischen Ebern anlässlich der Übergabe eines Förderbescheides an die Haßberg-Kliniken hingewiesen. Holetschek betonte: „Wir brauchen Kurzzeitpflegeplätze, weil die Nachfrage nach wie vor sehr hoch ist. Im Haus Ebern sollen 28 Plätze entstehen. Ich freue mich, dass wir die Haßberg-Kliniken mit 1,96 Millionen Euro aus unserem Förderprogramm 'PflegesoNah' unterstützen können.“ Der Minister ergänzte: „Wir werden immer älter. Die Wahrscheinlichkeit, eines Tages pflegebedürftig zu werden oder an Demenz zu erkranken, steigt. Darauf müssen wir vorbreitet sein und individuelle Angebote für die Menschen mit Pflegebedarf entwickeln, denn: Die meisten Menschen wollen möglichst lange in ihrer gewohnten Umgebung bleiben. Dieses Projekt hat sowohl demenzsensible Aspekte als auch die Öffnung in den sozialen Nahraum sehr gelungen einbezogen.“ Des Weiteren ist es auch für die Hassberg-Kliniken nicht unerheblich, die Patientinnen und Patienten zeitnah an die stationäre Versorgung in der Kurzzeitpflege zu versorgen, bis das geeignete Pflegebett oder ein Pflegeplatz gefunden ist. Gleichermaßen können pflegende Angehörige, wenn sie selbst verhindert sind, die Kurzzeitpflegeplätze in Ebern für die zu Pflegenden nutzen. Dies ist für die Bevölkerung des Landkreises ein dringend benötigtes Angebot, was hoffentlich recht bald in die Umsetzung kommt, so der stv. Vorstand der Hassberg-Kliniken, Herr Bernd Hirtreiter.

Die Investitionskostenförderrichtlinie "PflegesoNah" ist Ende des Jahres 2019 in Kraft getreten. Damit wird das Ziel verfolgt, in Bayern eine bedarfsgerechte und flächendeckende, regional ausgerichtete, demenzsensible und barrierefreie pflegerische Versorgungsstruktur weiter auszubauen und zu verbessern. Holetschek unterstrich: „Mit unserem Förderprogramm 'PflegesoNah' wollen wir nicht nur neue Pflegeplätze schaffen, sondern auch bestehende Plätze weiterentwickeln. Wir fördern alleine in diesem Jahr 29 Projekte mit knapp 79 Millionen Euro und schaffen damit rund 1.500 zusätzliche Pflegeplätze in Bayern. Es freut mich sehr, dass unsere Förderrichtlinie sehr gut nachgefragt wird." Beim Bayerischen Landesamt für Pflege (LfP) ist die Umsetzung des Förderprogramms „PflegesoNah“ angesiedelt. Durch die Investitionskostenförderung sollen die stationäre Pflege, mit den ambulant betreuten Wohngemeinschaften auch ein Teil der ambulanten Pflege und – verbunden mit einer Ausweitung in den sozialen Nahraum – auch die häusliche Pflege wohnortnah gestärkt werden. Durch die staatlichen Gelder können Kurzzeit-, Tages- und Nachtpflegeplätze, aber auch Dauerpflegeplätze sowie ambulant betreute Wohngemeinschaften und Begegnungsstätten gefördert werden. Weitere Informationen rund um die Förderrichtlinie finden Interessierte im Internet unter www.pflegesonah.bayern.de.


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