"Großes Potenzial für Pumpspeicherkraftwerke - aber sie müssen rentabel sein"

Politik
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Neue Pumpspeicherkraftwerke können einen wesentlichen Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten. Bayern Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger fordert deshalb Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck in einem Brief auf, die Rahmenbedingungen für Pumpspeicherkraftwerke zu verbessern:

„Die aktuellen Entwicklungen führen uns dramatisch vor Augen, wie notwendig eine wirkungsvolle Energiewende mit dem massiven Ausbau erneuerbarer Energien ist, um neben Bezahlbarkeit vor allem auch Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Bayern baut die erneuerbaren Energien mit Hochdruck aus. Wir liegen etwa bei der installierten Leistung bei Photovoltaik weit vor allen anderen Ländern und wir wollen auch die Flächenziele für die Windenergie erreichen. Aufgrund der Volatilität dieser Energieformen gewinnen Energiespeicher für die Versorgungssicherheit stark an Bedeutung. Aus diesem Grund ist es notwendig, überschüssige Energie speichern zu können, um sie bei Bedarf in das System einzuspeisen.“

Im Freistaat gibt es ein großes Potenzial für die Großspeichertechnologie, bei der mithilfe von grünem Strom Wasser in einen höhergelegenen Speichersee gepumpt wird. Umgekehrt treibt das Wasser bei Bedarf Turbinen zur Stromerzeugung an. „So gleichen Pumpspeicherkraftwerke nicht nur Unterschiede zwischen Schwachlastzeiten und Zeiten hoher Nachfrage sowie Spitzenlasten aus. Durch ihre Flexibilität und Schnelligkeit, das Bereitstellen von positiver und negativer Wirk- und Blindleistung, verschiedene Regelleistungsprodukte, eine Schwarzstartfähigkeit zum Netzaufbau und nicht zuletzt das bedarfsgerechte Ein- und Ausspeichern von elektrischer Energie unterstützen Pumpspeicher die Integration erneuerbarer Energien in das bestehende Versorgungssystem und machen die Energiewende somit erst möglich. Pumpspeicher sind heute die einzige nennenswerte, vorhandene und langjährig bewährte Großspeichertechnologie für elektrische Energie“, schreibt der Staatsminister.

Bayern hat laut einer Studie des Wirtschaftsministeriums ein Gesamtpotenzial von 16 Flächen mit einem Gesamtarbeitsvermögen von rund 66 GWh. Allerdings sind Pumpspeicherkraftwerke unter den derzeitigen Marktbedingungen praktisch nicht wirtschaftlich zu betreiben. Statt des jetzigen Prinzips nur Energie zu vergüten, schlägt Bayern vor, auch Systemdienstleistungen zu bezahlen. Dazu zählen die Bereitstellung von Regelleistung, Netzdienstleistungen und Schwarzstart- und Inselnetzfähigkeit. Außerdem müssen die Steuer-, Abgaben, Umlagen- und Entgeltpflichten für Großspeicher neu geregelt werden, um eine Doppelbelastung für den gespeicherten Strom zu vermeiden.


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