Würzburger Vinzentinum übergibt Spende für Ukraine-Geflüchtete

© Sebastian Schoknecht (Caritas)

Politik
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Eine Spende von 5658,90 Euro hat die Würzburger private katholische Grund- und Mittelschule mit Tagesinternat Vinzentinum an die Caritas übergeben. „Der Krieg in der Ukraine und das große Leid der geflüchteten Frauen und Kinder haben uns bewegt, in diesem Jahr zugunsten dieser Menschen Spenden zu sammeln“, berichtete Schulleiter Peter Nossol am Dienstag, 21. Juni, bei der symbolischen Scheckübergabe auf dem Gelände der Schule.

Sonst gehe das gesammelte Geld zumeist an die Partnerschule in Kipololo in Tansania. Mit Nossol kamen Joachim Volpert, Leiter des Tagesheims, Vertreterinnen und Vertreter des Kollegiums und der engagierten Schülerinnen und Schüler zu dem Termin. Die Begrüßung zur Scheckübergabe übernahm der vielstimmige Chor der 4. Klasse.

Schülerinnen und Schüler berichteten von vielen Projekten, mit denen bereits in der Fastenzeit Geld gesammelt wurde. Seedbombs, kleine Erdkugeln mit Blumensamen, wurden hergestellt und verkauft, selbst gebackener Kuchen fand reißenden Absatz, ein Spielenachmittag erbrachte einen Beitrag, eine Tanz-Performance im März ebenso. Schülerinnen und Schüler kochten in der Fastenzeit selbst preiswert oder verzichteten beim Essen in der Schulkantine auf ihren Nachtisch und gaben das auf diese Weise Ersparte in den Spendentopf. Den Löwenanteil von mehreren Tausend Euro erbrachte ein Spendenlauf im Bismarckwäldchen, der von Eltern, Großeltern und Freunden gesponsert wurde.

„Wir sind überwältigt und dankbar“, sagte Domkapitular Clemens Bieber, Vorsitzender des Diözesan-Caritasverbandes. „Es ist bemerkenswert, wie die jungen Leute mit so vielen guten Ideen und Herzblut Einsatz zeigen für Menschen in Not.“ Bieber berichtete von seinem Besuch in einer großen Einrichtung des Dominikus-Ringeisen-Werks für Menschen mit Behinderung in Ursberg. Dort wurden kürzlich 82 Waisenkinder und Jugendliche mit Mehrfachbehinderung aufgenommen, die aus einer Einrichtung im ukrainischen Frontgebiet fliehen mussten. „Eine gewaltige Anstrengung und Herausforderung für diese Menschen, die im Krieg oftmals vergessen werden“, sagte Bieber. Der Besuch habe ihn und Landtagspräsidentin a. D. Barbara Stamm, Ehrenvorsitzende der Caritas, sehr bewegt. „Wir haben erlebt, welche Strapazen diese Menschen auf sich nehmen mussten, um nun in Sicherheit sein zu können. Und wir haben erlebt, wie sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Ursberg einbringen.“

Schulleiter Nossol, Tagesheimleiter Volpert und die Lehrerinnen und Schüler entschieden spontan, die Spende an das Dominikus-Ringeisen-Werk nach Ursberg zu geben. „Ein schönes Zeichen, wenn unsere Kinder und Jugendlichen ganz konkret notleidenden Kindern und Jugendlichen helfen können. Wir werden das auch im Unterricht aufgreifen, damit alle am Vinzentinum davon erfahren“, erklärte Nossol. Domkapitular Bieber zeigte sich erfreut über diese Entscheidung, zeige sie doch, dass die Kirche und ihre Caritas über Bistumsgrenzen hinweg einen offenen Blick haben für besonders hilfsbedürftige Menschen. Über eine Einrichtung des Dominikus-Ringeisen-Werks im unterfränkischen Maria Bildhausen bestehen gute Kontakte nach Ursberg im bayerisch-schwäbischen Landkreis Günzburg.


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