Landkreis Aschaffenburg: Feuerwehren zu 5.434 Einsätze alarmiert

Blaulicht
Tools
Typographie
  • Smaller Small Medium Big Bigger
  • Default Helvetica Segoe Georgia Times

Auf der 38. Verbandsversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes des Landkreises Aschaffenburg verbunden mit der Dienstversammlung der Kommandanten ließ Kreisbrandrat Frank Wissel das Jahr 2023 Revue passieren. Zuvor gedachten die anwesenden Feuerwehrkameradinnen und -kameraden sowie die zahlreich erschienenen Bürgermeister und politischen Würdenträger der verstorbenen Einsatzkräfte. Das Gedenken galt insbesondere dem bei der Hochwasserlage in Bayern verstorbenen Feuerwehrmann und dem in Mannheim getöteten Polizeibeamten.

Zu Beginn seines Berichtes gab der Verbandsvorsitzende Frank Wissel einen umfassenden Bericht über den kürzlich stattgefundenen Einsatz des Hilfeleistungskontigentes im Landkreis Aichach-Friedberg. 178 Feuerwehrdienstleistende aus Stadt und Landkreis Aschaffenburg waren mit mehr als 40 Fahrzeugen nach Schwaben aufgebrochen um die dortigen Einsatzkräfte zu unterstützen.

Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 5434 Einsätze im Landkreis Aschaffenburg abgewickelt, so viele wie nie zuvor. Das waren im Schnitt knapp 15 Einsätze pro Tag – sieben Tage die Woche – 365 Tage im Jahr. Darin enthalten waren rund 780 First-Responder-Einsätze, in denen qualifizierte Erste-Hilfe geleistet wurde und somit die therapiefreie Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes sinnvoll überbrückt wurde.

Wissels Dank galt den 2677 aktiven Mitgliedern in den Feuerwehren in unserem Landkreis. Erfreulich sei, dass der Anteil der Frau auf 16,8 % gestiegen ist. Dies ließe sich aber bestimmt noch weiter ausbauen. Hinzu kommen noch 632 Jugendliche im Alter zwischen 12 und 17 Jahren, sowie 697 Kinder im Alter zwischen 6 und 11 Jahren. Diese Nachwuchsarbeit ist enorm wichtig, schließlich sichert sie den Fortbestand der Freiwilligen Feuerwehren.

Ferner dankte Frank Wissel in seinem Bericht auch den Angehörigen und den Arbeitgebern. Ohne einen entsprechenden Rückhalt in Familie und Beruf ließe sich das Ehrenamt Feuerwehr nicht schultern. Der hohe Standard im Brand- und Katastrophenschutz in unserem Landkreis kostet auch Geld. Dies spüren aktuell insbesondere der Landkreis und die Kommunen, die gerade Investitionen in Fahrzeuge, Gerätehäuser und weitere Ausrüstungsgegenstände tätigen oder getätigt haben. Dennoch ist es sehr erfreulich, dass notwendige Ausgaben, trotz oft angespannter Haushaltslage, vorgenommen werden.

Von enormen Ausgaben berichtete auch die Schatzmeisterin Nicole Jeschke in ihrem Kassenbericht. So wurde unter anderem für die Aus- und Fortbildung der Feuerwehrdienstleistenden im Landkreis ein hoher fünfstelliger Betrag investiert. Auch der Haushaltsplan 2024 sieht wieder eine solche hohe Summe dafür vor. Die erfolgreiche Kassenprüfung durch Marco Grünewald und Roland Albert sorgte für eine einstimmige Entlastung der Vorstandschaft durch die Versammlung.

Landrat Dr. Alexander Legler ließ es sich in seiner Ansprache ebenfalls nicht nehmen, allen Feuerwehrdienstleistenden zu danken. Insbesondere denen, die darüber hinaus im Ehrenamt zusätzliche Tätigkeiten übernehmen und Verantwortung tragen. Neben den vielen Ausbildern, auf örtlicher und überörtlicher Ebene, dankte er auch den Kommandanten und Vereinsvorständen. Ohne diese Arbeiten im Hintergrund würde vieles nicht funktionieren. Auch die überregionale Hilfe mit dem Hilfeleistungskontigent musste im Hintergrund geplant und organisiert werden. Stellvertretend für all diejenigen, die sich hier einbringen, dankte er dem Ehrenkreisbrandrat Karl-Heinz Ostheimer, der vor Jahren diese Kontingentstruktur mit Weitblick angestoßen hatte.

Nach knapp 90 Minuten schloss Kreisbrandrat und Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Frank Wissel die Versammlung mit den Worten „Gott zur Ehr – dem Nächsten zur Wehr“ und „Einer für alle und alle für Einen“.

verbandsversammlungenfeuerwehrenab az

verbandsversammlungenfeuerwehrenab az1

verbandsversammlungenfeuerwehrenab az2

verbandsversammlungenfeuerwehrenab az3

Fotos: KFV AB


PS: Sind Sie bei Facebook? Werden Sie Fan von Aschaffenburg News!