Der BUND Naturschutz fordert eine rasche Entscheidung für den Trinkwasserschutz und ein Verbot für den Bergbau. Während die Planungen für das größte Bergwerk Bayerns – ein Gipsbergwerk der Firma Knauf – in der Erweiterungszone des Wasserschutzgebietes Zeller Quellstollen im Landkreis Würzburg schnell vorangetrieben werden, verzögert sich die Festsetzung des Wasserschutzgebietes weiter. Schon im Oktober 2024 haben die Erörterungstermine stattgefunden. Doris Tropper, stellvertretende BN-Landesvorsitzende forderte am heutigen Dienstag bei einem Besuch des BN-Vorstandes vor Ort: „Die Festlegung der neuen Grenzen für das Wasserschutzgebiet ist längst überfällig. Ein Bergwerk im Wasserschutzgebiet muss dagegen klar abgelehnt werden - mit Trinkwasserschutz ist dies nicht zu vereinbaren!"

Der BN-Ehrenvorsitzender Hubert Weiger erklärt: „Für den BN ist unverständlich, dass die Behörden hier nicht schon längst eine klare Entscheidung für den unverzichtbaren Trinkwasserschutz gefällt haben. Wie können denn Gipskartonplatten und die Gewinne für einen Konzern wichtiger sein als Trinkwasserschutz?" „Mit dem Voranschreiten der Klimakrise ist insbesondere in der Region um Würzburg das Trinkwasservorkommen besonders gefährdet und muss umfassend geschützt werden", so Andrea Angenvoort-Baier, von der BN Kreisgruppe Würzburg. „Gips kann recycelt und durch Alternative Baustoffe ersetzt werden - Trinkwasser nicht."

Dieter Kraus-Egbers, Sprecher des Vereins zur Förderung und Erhaltung einer gesunden Umwelt in Altertheim, ist auch in Hinblick auf zusätzliche Verkehrsbelastungen besorgt: „170 LKW sollen täglich von Iphofen nach Alterheim pendeln. Hinzu kommen die täglichen Fahrten von bis zu 70 Angestellten. Lärm und Belastung müssten die Bürgerinnen und Bürger Alterheims tragen".