Die UKW Service GmbH hat bisher keine Kosten und Mühen gescheut, sich den Gesprächs- und Verhandlungsangeboten der Gewerkschaft ver.di zu verweigern. Der Arbeitskampf ist, zum derzeitigen Stand, für die Beschäftigten die letzte Möglichkeit, die Arbeitgeber Seite überhaupt erst mal an den Verhandlungstisch zu bringen. Die UKW Service GmbH wurde als 51%-Tochter des Uniklinikum Würzburg gegründet, um Lohnkosten einsparen zu können. Es trifft vor allem Beschäftigte im Niedriglohnbereich. Die Kolleg*innen sind unverzichtbar und erledigen die Arbeiten vor allem im Reinigungs- und Servicebereich, sowie den Transport von Patienten und Gütern aller Art und leisten somit einen unverzichtbaren Teil zur medizinischen Versorgung der Würzburger Bevölkerung und darüber hinaus.

Die Vergütung richtet sich nach dem Gebäudereinigungstarif. Dieser liegt knapp über dem Branchenmindestlohn. Eine betriebliche Altersvorsorge ist nicht Teil dieses Tarifvertrags. Angesichts der Inflation, die bisher so gut wie gar nicht ausgeglichen wurde, ist eine besser Bezahlung dringend notwendig, mit der Angleichung an den Tarifvertrag der Länder wäre die Ungleichheit in der Lohnstruktur für die am Uniklinikum Würzburg Beschäftigten aufgehoben. So verdienen Beschäftigte der Uniklinik, im gleichen Aufgabenbereich im Tarifvertrag der Länder bis zu über 900€ brutto mehr als die Kolleg*innen der UKW Service GmbH, obwohl die Aufgabenbereiche oft identisch sind.

„Es muss was passieren. Wir machen gute Arbeit. Wir machen unsere Arbeit gerne und wir verlangen, dass der Arbeitgeber uns anhört und in ernsthafte Verhandlungen mit uns tritt", so Kevin Bauer, seit 20 Jahren im Patientenbegleitdienst beschäftigt. „Die Preise sind überall gestiegen und ich möchte mit meiner Familie noch in den Urlaub fahren können, ohne mir dafür Geld leihen zu müssen." „Ich finde es ist beachtenswert, dass sich so viele Kolleg*innen solidarisiert haben und dem Streik angeschlossen haben, obwohl, nach meiner Wahrnehmung, die Arbeitgeberseite immer wieder Gerüchte streut und versucht Angst zu schüren, damit Kolleg*innen ihr Streikrecht nicht wahrnehmen."

Gemeinsam mit den Beschäftigten der Servicebetriebe der Unikliniken in Regensburg und Erlangen waren es über 300 Streikende, die am Mittwoch für ihre Rechte und bessere Bezahlung eingestanden sind", so Stefan Kimmel, Gewerkschaftssekretär für ver.di Würzburg-Aschaffenburg. Sollte die Arbeitgeberseite weiterhin zu keinen Verhandlungen bereit sein, dann sind weitere Streiks für nächste Woche vorprogrammiert.


PS: Sind Sie bei Facebook? Werden Sie Fan von Aschaffenburg News!