Viele Helfer für ein besonderes Fest

© Christina Gold (Malteser) | Bei der Kiliani-Krankenwallfahrt freuen sich die Malteser besonders auf die persönlichen Begegnungen mit den Teilnehmenden. Die Fotos entstanden bei früheren Wallfahrten

Bayern
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Nach fünf Jahren coronabedingter Pause bringen der Malteser Hilfsdienst und der Diözesan-Caritasverband am Samstag, 13. Juli, wieder Menschen mit Behinderung und in Krankheit aus der ganzen Diözese zum Kiliani-Gottesdienst mit Bischof Dr. Franz Jung in den Würzburger Kiliansdom.

Dafür wird der Paradeplatz ab Samstagmorgen gesperrt sein und nicht als Parkplatz für die Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. Das teilen Malteser und Caritas in einer gemeinsamen Presseerklärung mit. „Begleitung und Betreuung von Pilgern und die Hilfe für Bedürftige ist jahrhundertealte Aufgabe der Malteser. Wir tun das also aus alter Tradition und aus voller Überzeugung“, erklärt Malteser-Stadtbeauftragter Joachim Gold. Viele der Teilnehmenden hätten sonst keine Möglichkeit, nach Würzburg zu den Häuptern der Frankenapostel zu kommen. Die eingesetzten etwa 100 ehrenamtlichen Malteser freuen sich mit den Kolleginnen und Kollegen der Caritas auf die Begegnungen, weil „an diesem Tag unser Leitsatz ‚Bezeugung des Glaubens und Hilfe den Bedürftigen’ so unmittelbar erlebbar wird“.

Den Maltesern liegen mehr als 250 Anmeldungen aus Pfarreien und Caritas-Sozialstationen aus ganz Unterfranken vor. Die Angemeldeten werden mit rund 50 Malteser-Kleinbussen und Behindertentransportwagen aus Aschaffenburg und Kitzingen, den Haßbergen und der Rhön, Marktheidenfeld und Würzburg abgeholt. „Der letzte Feinschliff für die Tourenplanung läuft gerade“, sagt Sebastian Ernst, Malteser-Fahrdienstverantwortlicher. Für manchen Teilnehmer beginne der Wallfahrtstag bereits sehr früh, wenn um acht Uhr morgens der Malteserbus vor der Tür steht. „Wir möchten ja, dass alle pünktlich zum Gottesdienst in Würzburg sind“, sagt Ernst. Am Kiliansdom angekommen, werden die Rollstuhlpilgerinnen und -pilger von Helfenden der Caritas und der Malteser empfangen. Diese begleiten sie zu den Plätzen im extra leergeräumten Querschiff und sind auch während des Gottesdienstes für jegliche Anliegen da.

Bischof Jung ist diese Wallfahrt für Menschen mit Behinderung und die persönliche Begegnung mit ihnen nach dem Gottesdienst „ein besonderes Anliegen, denn diesen Menschen hat Gott seine besondere Zuwendung zugesagt“, betont er in seiner Einladung. Dabei wird den Wallfahrerinnen und Wallfahrern an ihrem Platz im Dom eine Kleinigkeit zur Stärkung gereicht. „Wir können 600 Würstchen mit Brötchen, 300 Hörnchen, über 300 Liter Kaltgetränke und etwa 100 Liter Kaffee und Tee ausgeben“, sagt Stadtbeauftragter Gold. Mit der Speisung im Dom folgen Caritas und Malteser einer alten Pilgertradition, die in der Form in Deutschland wohl heutzutage einzigartig sei.

„Gemeinsam wollen wir mit der Caritas den Teilnehmenden einen möglichst ereignisreichen und erfüllenden Wallfahrtstag bieten“, sagt Gold. Daran arbeiten alle mit, sei es als Fahrerinnen oder Fahrer der Busse oder als Helfende beim Parkplatzdienst, beim Aussteigen aus den Bussen und dem Begleiten in den Dom oder zur Behindertentoilette, als Einsatzkräfte im Sanitätsdienst, bei der Logistik oder im Betreuungsdienst, die die Ausgabe der Speisen und Getränke vorbereiten und durchführen. Außerdem sind ein Rettungswagen, ein Krankenwagen sowie verschiedene Logistikfahrzeuge vor Ort.


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