Beschäftigte aus der Altenpflege protestieren für bessere Bedingungen

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»Lautstark für solidarische Pflege!« Unter diesem Motto machen Beschäftigte aus der Altenpflege bundesweit mit einer Aktionswoche auf die Missstände in der Branche aufmerksam.

In der Region Würzburg beteiligen sich Beschäftigte mehrerer Einrichtungen an dem Protest. »Die Situation in der Altenpflege ist dramatisch. An allen Ecken und Enden knirscht es, es fehlt schlichtweg Personal. Doch die politisch Verantwortlichen kommen nicht ins Tun und schieben die Probleme auf die lange Bank«, kritisierte Edith Günter-Rumpel, Vorsitzende der Mitarbeitervertretung beim Diakonischen Werk Würzburg. »Von der versprochenen Einführung bedarfsgerechter, verbindlicher und bundesweit einheitlicher Personalvorgaben ist nicht viel übriggeblieben. In den Bundesländern gelten weiterhin unterschiedliche Mindestvorgaben, die meist nicht mehr Personal als bisher vorsehen und weder bedarfsgerecht noch verbindlich sind. Wir brauchen aber dringend mehr Personal, um die pflegebedürftigen Menschen gut versorgen zu können.« Um die finanzielle Überforderung pflegebedürftiger Menschen und ihrer Familien zu verhindern, müssten die Eigenanteile von Pflegeheimbewohnern sofort gedeckelt werden. »Perspektivisch braucht es eine solidarische Pflegegarantie, die alle pflegebedingten Kosten absichert und die von allen entsprechend ihres Einkommens finanziert wird«, so Birgit Hain Betriebsratsvorsitzende AWO-Seniorenresidenz Wörth. Für diese Forderungen machen die Beschäftigten der Altenpflege jährlich rund um den Buß- und Bettag Druck. Medienvertreter sind herzlich zu den genannten Aktionen eingeladen. Sie eignen sich zur Bildberichterstattung. Kontakt zu Beschäftigten aus der Altenpflege für O-Töne können vor Ort vermittelt werden.

Es wird folgende Aktionen geben:

-Am 23.11.2024 findet ab ca. 12.00 Uhr in der Diakonie-Einrichtung Matthias-Claudius-Heim in Würzburg, Traubengasse 5, eine aktive Mittagspause statt.  Ansprechperson Edith Günter-Rumpel, mobil: 0151 14934618.

-Am 22.11. und 24.11.2023 wird der Betriebsrat der AWO-Seniorenresidenz Wörth am Main, Münchner Str. 4, bei einer Betriebsbegehung mit Angehörigen und Beschäftigten ins Gespräch über die prekäre Situation in der Altenpflege kommen. Ansprechperson Birgit Hain, mobil: 0152 21747869

In der Otto und Anna Herold-Altenheim-Stiftung, Karlstadt, Rudolph-Glauber-Str.26 gibt es am 22.11.2023, in der Zeit ab 12:00 Uhr bis 14:00 Uhr ein Infostand. Beschäftigte und der ver.di Ortsverein Main-Spessart informieren über die Situation der Bewohner*innen und über die Lage in der Altenpflege. Die Forderung ist, mehr Personal und eine ordentliche Finanzierung der Altenpflege, z.B. durch eine gesetzlich festgeschriebene solidarische Pflegegarantie. Ansprechperson Norbert Ball, mobil: 0171 7764439

- Und am 22.11.2023 gibt es im Klinikum Main-Spessart, Lohr am Main, Alte Turnhalle, Gärtnerstr. 2 im Rahmen einer Personalversammlung gegen 15:15 Uhr eine Fotoaktion. Ansprechperson Albrecht Christ, mobil: 0170 7019701

Weitere Informationen und Kontakt bei Stefan Kimmel (ver.di Würzburg) unter: 0160 496 45 63


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