Am 27. Dezember lud der 1. Vorsitzende der OG Schöllkrippen, G. Stühler zur alljährlichen „Wanderung zwischen den Jahren.“
19 Vereinsmitglieder folgten der Einladung und trafen sich bei eisigen Temperaturen und Sonnenschein um 10 Uhr am Marktplatz in Schöllkrippen. Erstes Ziel der Wanderung war das Volkertskreuz. Zu finden ist das Volkertskreuz oberhalb von Edelbach, direkt am Eselsweg im Schöllkrippener Forst. In Fahrgemeinschaften fuhren die Naturfreunde nahe an das christliche Symbol heran. Der Wanderführer berichtete von der Geschichte des Kreuzes: Hier wurde 1861 der Königlich Bayrische Forstgehilfe August Volkert von Wilderern mit Schusswaffen so schwer verletzt, dass er am nächsten Tag verstarb. Das Gedenkkreuz erinnert noch heute an die tragische Geschichte.
Im Anschluss fuhren unsere langjährigen und verdienten Mitglieder, die nicht mehr so gut zu Fuß sind, mit dem Auto direkt zur Rodberghütte. Der Rest der Gruppe, machte sich auf den Weg, um durch den Wald zu wandern. Nach den Feiertagen war die Bewegung an der frischen Luft und der Austausch untereinander ein Segen. So wurde reichlich erzählt, gelacht und gefroren. Der Wanderführer berichtete uns zwischendurch immer wieder von interessanten Begebenheiten im Wald. So stießen wir z.B. auf das Naturphänomen „Haareis“, das sich von weitem wie weggeworfene Taschentücher anmutet. Näher betrachtet jedoch eher wie Watte, bzw. Zuckerwatte aussieht. Vermutet wird, das ein Pilz im inneren des abgestorbenen Astes dem Eis seine ungewöhnliche Form erhalten lässt und das Eis dem Pilz als eine Art Frostschutzmittel dient. Bei so einer Wanderung gibt es doch immer wieder Neues zu entdecken und zu lernen.
Nach der etwa 2stündigen Wanderung traf auch die zweite Gruppe am zweiten Ziel, der Rodberghütte ein. Eine deftige Gemüsesuppe mit Würstchen, frisches Brot und Getränke warteten bereits und wärmten die durchgefrorenen Naturfreunde von innen. Der ein oder andere Kaffee, Glühwein und ein paar mitgebrachte Weihnachtsplätzchen rundeten den Mittagstisch ab. Vier weitere Wanderfreunde, die eigentlich die Hütte besuchen wollten, wurden ohne Umschweife mit einbezogen, und so weit wie möglich bewirtet. Schön, dass Ihr dabei wart. Ein informativer, kalter und entspannter Tag in Gesellschaft von lieben Freunden ging gegen 16 Uhr zu Ende, als auch die letzten Wanderbegeisterten zu Fuß den Weg vom Vereinsheim nach Hause fanden.







