Zahlreiche Mitglieder und Freunde der Ortsgruppe Schöllkrippen des Spessartbundes kamen am Sonntag, den 16. März zusammen, um gemeinsam nach Feldkahl zu wandern. Bei kühlen Temperaturen, strahlendem Sonnenschein und wolkenlosen blauem Himmel, starteten die Wanderfreunde in Schöllkrippen am Bahnhof.
Nach einer kurzen Bahnfahrt begann die eigentliche Tour der Wandergruppe. Auf Schusters Rappen liefen sie den Flurweg entlang, der zum Großteil bergauf führt. Der rießengroße, geschichtlich interessante „Flurbereinigungsstein“, der hier an den Beginn und das Ende der Flurbereinigung von 1970-1982 imposant erinnerte, war die erste kleine Verschnaufspause wert. Weiterhin bergauf schlängelte sich der Weg weiter. Ebenso die Naturfreunde, die mit der Steigung und dem kalten Wind, sowie der grandiosen Umgebung beschäftigt waren, während sie sich untereinander reichlich zu erzählen hatten.
In Bayern, besonders in unserem Kahlgrund, gibt es auf den Wanderwegen viele Bildstöcke, Kapellen und „Hellchen“ zu bestaunen. So führten die Wanderführer Helge und Anne die Gruppe weiter entlang des Degen-Weges zur Kapelle „Maria im Aufgang.“ Sie liegt hoch oben am „Kaltenberg“ und dient der Verehrung der Mutter Gottes. Dort oben, wo es angenehm ruhig war, legten die fleißigen Läufer ihre erste Rast ein. So wurde ein bisschen Schokolade genascht und Vereinsmitglied Helmut brachte seinen erfrischenden selbstgekochten Tee mit dem Fahrrad vorbei.
Nachdem sich alle etwas ausgeruht und neue Kraft getankt hatten, machten sich die Ausflügler wieder auf den Weg. Entlang der Streuobstwiesen, am Waldesrand vorbei und durch einen kleinen Wald. Die „Feldkahler Kapelle“ war das nächste Ziel. Sie liegt atemberaubend schön am Fuße des Klosterberges (300 Meter ü NHN). Sie wurde 1990/91 errichtet und im Inneren des kleinen Gotteshauses befinden sich 4 Gedenktafeln, die an die 79 Männer, die aus den beiden Weltkriegen nicht mehr zurückgekehrt sind, erinnern. Von hier aus konnten die Anwesenden in alle Himmelsrichtungen schauen und die Aussicht auf sich wirken lassen. Es war Zeit für eine längere Rast und dies war der ideale Ort dafür. Obwohl auch andere Spaziergänger anwesend waren, war es ein ruhiger Ort der Besinnung und der Begegnung. Auf den Bänken sitzend, die Sonne im Gesicht genießen und Erinnerungen an diesen Ort austauschen… z.B von vergangenen Feiern und Silvesterpartys, die hier stattgefunden haben. Auch neue Ideen für künftige Feiern und Veranstaltungen fanden hier ihren Ursprung.
Zum Wanderheim „Wanderlust“ der Feldkahler Ortsgruppe, war es von da nicht mehr weit. Die Wanderschuhe wurden nochmals etwa 20 Minuten lang strapaziert, bis alle an dem Vereinsheim ankamen. Das Gebäude gehörte zum Komplex des Pfarrhauses („Waschhaus“) und diente bis etwa 1993 als Feuerwehrhaus. Ein ausgesprochen schönes und gemütliches Wanderheim, in dem wir von zwei Damen der OG Feldkahl liebevoll und freundlich empfangen wurden. Die wohlverdiente Vesper, der Kaffee und der Kuchen kamen keine Minute zu früh.
Für die vorletzte Etappe des Tages hatten sich die Wanderführer einen anderen Weg ausgedacht. So liefen die Ausflügler durch Feldkahl (kamen an dem „Bloopiffer“ vorbei) und anschließend den Radweg nach Schimborn und nach Königshofen. Mit dem Zug ging es dann zur letzten Etappe, wieder zurück nach Schöllkrippen. Gegen 18 Uhr und mit etwa 13 gelaufenen Kilometern ging eine bemerkenswerte Wanderung zu Ende. So viel Neues galt es zu sehen, zu lernen, zu erforschen und das gemeinsame Laufen und die Freunde und die Sonne galt es zu genießen. Ein Sonntagnachmittag, der alle Sinne anregte und die Vorfreude auf weiterer solcher Events entfachte.








