Mit dem symbolischen Spatenstich am Freitag, den 27. Februar 2026 begann in Goldbach der Bau des Photovoltaik-Projekts „Stumpertsacker".
Was heute noch Ackerfläche ist, wird künftig zu einem sichtbaren Zeichen der Energiewende: Auf einer Fläche von rund 30.000 Quadratmetern – das entspricht etwa vier Fußballfeldern – entsteht eine moderne Solaranlage mit integriertem Stromspeicher. Hinter dem Projekt steht eine eigens gegründete Gesellschaft, bestehend aus dem Energiewerk Landkreis Aschaffenburg gKU (ELA), der Gemeinde Goldbach, dem Unternehmen AHS-Solar GmbH & Co. KG sowie dem Elektrizitätswerk Goldbach-Hösbach (EWG) als Netzbetreiber. Gemeinsam bündeln sie kommunale Verantwortung, technische Kompetenz und regionale Wertschöpfung. „Mit der künftigen Anlage ‚Stumpertsacker' zeigen wir, dass die Energiewende nicht abstrakt ist, sondern konkret vor Ort bei uns im Landkreis stattfindet. Auf einer Fläche von vier Fußballfeldern entsteht hier ein Projekt, das Jahr für Jahr tausende Tonnen CO₂ einsparen und mit dazu beitragen wird, uns auf unserem Weg zum klimaneutralen Landkreis unabhängiger und nachhaltiger zu machen.", so Landrat Dr. Alexander Legler.
Sandra Rußmann, Bürgermeisterin von Goldbach, betont: „Dieses Projekt steht für eine erfolgreiche Zusammenarbeit auf kommunaler Ebene. Goldbach übernimmt Verantwortung und gestaltet die Energiezukunft aktiv mit. Wir schaffen hier nicht nur eine Anlage, sondern ein starkes Signal für Nachhaltigkeit." Thomas Vollmuth, Geschäftsführer des EWG, ordnet das Projekt in die strategische Ausrichtung des Unternehmens ein: „Zum 1. Januar haben wir unser gesamtes Stromportfolio konsequent auf 100 Prozent Ökostrom umgestellt. Das ist kein kurzfristiger Trend, sondern Ausdruck einer langfristigen und nachhaltigen Unternehmensstrategie. Wir wollen unseren Kundinnen und Kunden eine verlässliche, klimafreundliche Versorgung bieten und gleichzeitig die regionale Erzeugung stärken. Die PV-Anlage ‚Stumpertsacker' passt daher perfekt in unser Konzept. Bereits heute betreiben wir in Goldbach 13 Photovoltaikanlagen. Mit jedem weiteren Projekt bauen wir unsere Rolle als regionaler Motor der Energiewende weiter aus."
Insgesamt werden 7.638 Solarmodule verbaut. Jedes einzelne bringt eine Leistung von 625 Wattpeak (Wp) – das ist mehr als viele typische Balkonkraftwerke leisten. Zusammengenommen ergibt das eine gesamte Modulleistung von 4,77 Megawattpeak. Die Anlage speist künftig mit bis zu 3,96 Megawatt ins Netz ein. Ergänzt wird sie durch einen leistungsstarken Batteriespeicher mit 2,236 Megawatt Leistung und einer Speicherkapazität von 4,5 Megawattstunden. Diese Energiemenge könnte rechnerisch mehrere hundert Haushalte einen Tag lang mit Strom versorgen – und sorgt gleichzeitig für mehr Stabilität im Netz, indem überschüssiger Solarstrom zwischengespeichert und bedarfsgerecht abgegeben wird. Das ELA startete die Vorplanungen für das Projekt im Oktober 2024. Dabei konnte das ELA auf eine große Unterstützung der zuständigen Stellen im Landratsamt zurückgreifen.
Die Anlage soll im Spätsommer 2026 ans Netz gehen. Die konkrete Vermarktung des erzeugten Stroms wird derzeit noch abgestimmt. Ziel ist es, jährlich zwischen 1.500 und 2.000 Tonnen CO₂ einzusparen. Das entspricht in etwa dem jährlichen CO₂-Ausstoß von mehreren hundert Mittelklasse-Pkw – ein spürbarer Beitrag zum Klimaschutz in der Region. Aktuell bereitet das ELA die Möglichkeit einer Bürgerbeteiligung vor. Im Rahmen eines Crowd-Fundings sollen sich Goldbacher Bürgerinnen und Bürger auch finanziell an diesem Projekt beteiligen können. Details dazu werden voraussichtlich im Frühsommer veröffentlicht werden.

Von links: Die Geschäftsführer des ELA Florian Stein und Klaus Wienand, der Geschäftsführer des Elektrizitätswerks Goldbach-Hösbach Thomas Vollmuth, Goldbachs Bürgermeisterin Sandra Rußmann, Landrat Dr. Alexander Legler, der stellvertretende Vorsitzende des ELA-Verwaltungsrats Marcus Grimm, die Geschäftsführer von AHS-Solar Jens Hommel und Marco Ditzel







