Landkreiseigene Radwegeförderung für Mainbrücke Mainaschaff-Stockstadt

Landrat Dr. Alexander Legler und Bürgermeister Rafael Herbrik bei Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung am 2. Juli 2024

Mainaschaff
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Der Landkreis Aschaffenburg nimmt das Projekt um die Mainbrücke zwischen Mainaschaff und Stockstadt am Main in das landkreiseigene Radwegeförderprogramm auf.

In diesem Rahmen übernimmt der Landkreis 35 Prozent der nicht anderweitig förderfähigen Planungskosten und damit einen Betrag von knapp 38.000 Euro. Begünstigter der Förderung ist der Markt Stockstadt am Main. Dieser übernimmt die Federführung im Gemeinschaftsprojekt mit der Gemeinde Mainaschaff und dem Landkreis. Eine entsprechende Zweckvereinbarung haben Landrat Dr. Alexander Legler und Bürgermeister Rafael Herbrik am Dienstag, den 2. Juli 2024 unterzeichnet. Im vergangenen Jahr hatten die beiden Gemeinden bereits einen Förderbescheid aus dem Bayerischen Bauministerium erhalten, nachdem sie sich mit Unterstützung des Landkreises erfolgreich beim Förderprojekt „Radoffensive Klimaland Bayern“ beworben hatten.

Für die jetzt anstehende Genehmigungsplanung wird ein Zeithorizont von rund vier Jahren angenommen. Nach Abschluss der Genehmigungsplanung muss mit allen Beteiligten über die Umsetzung dieses Projektes verhandelt werden. Dabei werden die dann vorherrschende Rechtslage zur Baulast solcher Radwegeverbindungen sowie die dann vorherrschenden Förderbedingungen zu Grunde gelegt. Um für die Verbesserung dieses wichtigen Mainübergangs langfristige Perspektiven aufzuzeigen, hatten sich der Landkreis Aschaffenburg, der Markt Stockstadt und die Gemeinde Mainaschaff dazu entschlossen, eine Machbarkeitsstudie in Auftrag zu geben. Einen entsprechenden „Letter of Intent“ unterzeichneten Landrat Dr. Alexander Legler sowie die Bürgermeister Rafael Herbrik und Moritz Sammer bereits am 29. Oktober 2020.

Der erste Schritt dieser Machbarkeitsstudie lag in der Erstellung einer Potentialabschätzung zur Nutzung und Bedeutung dieses Mainübergangs - insbesondere für den Radverkehr. Nun ist die Standortanalyse beinahe abgeschlossen. Danach können ein Bauwerksentwurf und die Kostenberechnung sowie anschließend eine Genehmigungsplanung folgen. Die bestehende Bahnbrücke zwischen Stockstadt und Mainaschaff stellt für den örtlichen aber auch für den überörtlichen Radverkehr eine wichtige Verbindung dar. Dies betrifft sowohl die Wege des alltäglichen Verkehrs als auch die des Freizeit- und Tourismusverkehrs.

Im Widerspruch zu seiner Bedeutung steht bislang der Ausbauzustand dieser Mainquerung. Die Barrierefreiheit fehlt gänzlich. Die gesamte Region am Bayerischen Untermain hat ein nachhaltiges Interesse, hier Verbesserungen zu erzielen. Auch im Regionalen Mobilitäts- und Siedlungsgutachten REMOSI wurden in verschiedenen Szenarien Mainbrücken vorgeschlagen. Darunter auch eine eigene Fuß- und Radwegebrücke Mainaschaff-Stockstadt.


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