A3/Aschaffenburg: Cupra unter Sattelauflieger begraben, LKW-Fahrer tödlich verletzt

Foto: Ralf Hettler

Aschaffenburg

Bei einem Verkehrsunfall auf der A3 bei Aschaffenburg am Dienstag wurde ein Cupra unter einem umgekippten Sattelauflieger begraben. Während die Insassen des Cupra noch eigenständig aussteigen konnten, wurde der LKW-Fahrer in seinem Führerhaus eingeklemmt und tödlich verletzt. Gegen 18.30 Uhr war der Fahrer eines Sattelzuges auf dem rechten Fahrstreifen der A3 in Richtung Frankfurt unterwegs.

Kurz nach der Anschlussstelle Aschaffenburg-Ost kam der Sattelzug auf die mittlere Fahrspur, auf welcher zur gleichen Zeit ein Cupra unterwegs war. Der Fahrer des Cupras wollte nach ersten Erkenntnissen einen Zusammenstoß mit dem LKW vermeiden und zog nach links - dabei kollidierte er mit einem Opel. Nach dem Zusammenstoß mit dem Cupra verlor der Opelfahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug und prallte vermutlich noch in die Zugmaschine des Sattelzuges.

Der LKW kam nach rechts von der Fahrbahn ab, kollidierte mit der Leitplanke, kippte um und begrub den Cupra unter dem Auflieger. Wie durch ein Wunder konnten die drei Insassen des Cupras das Fahrzeug noch vor Eintreffen der Rettungskräfte verlassen. Lediglich ein Mitfahrer des Cupras musste mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Auch der Fahrer des Opels hatte Glück und kam mit leichten Verletzungen davon.

Er wurde nach einer notärztlichen Erstversorgung ebenfalls in ein Krankenhaus verbracht. Der LKW-Fahrer wurde in dem komplett zerstörten Führerhaus eingeklemmt. Er musste durch die Feuerwehr aufwendig unter Einsatz eines Kranes des Rüstwagens befreit werden, was sich über einen längeren Zeitraum hinzog. Bei ihm konnte der Notarzt nur noch den Tod feststellen.

Die Freiwilligen Feuerwehren aus Goldbach, Hösbach, Laufach und Waldaschaff waren unter der Leitung von Max Asmar (Kommandant Feuerwehr Markt Goldbach) mit 16 Fahrzeugen und 79 Einsatzkräften vor Ort. Seitens der Kreisbrandinspektion standen Kreisbrandrat Frank Wissel sowie Kreisbrandmeister Marco Laske dem Einsatzleiter beratend zur Seite. Der Rettungsdienst war mit zwei Notarztfahrzeugen, fünf Rettungswagen des BRK-Kreisverband Aschaffenburg, der BRK-Bereitschaft Goldbach, der UG-Rett BRK Sailauf, des Malteser Hilfsdienstes und der Johanniter Unfallhilfe sowie dem Einsatzleiter Rettungsdienst (Sven Oster) im Einsatz. Drei Rettungshubschrauber, die im Anflug waren, konnten abdrehen und wurden vor Ort nicht mehr benötigt.

Die Autobahn war während der Bergungs- und Aufräumarbeiten bis tief in die Nacht in Fahrrichtung Frankfurt voll gesperrt. Der Verkehr wurde an der Anschlussstelle Hösbach durch zwei Verkehrssicherungsanhängern (VSA) der Feuerwehr Waldaschaff sowie Unterstützung der Autobahnmeisterei abgeleitet. Die Einsatzkräfte wurden anschließend im Feuerwehrgerätehaus Goldbach durch die landkreiseigene Verpflegungskomponente der Feuerwehr Mömbris-Hutzelgrund versorgt.

Vorsorglich war von der Berufsfeuerwehr Frankfurt ein Autokran mit alarmiert, musste jedoch nicht eingesetzt werden. Zur Klärung des genauen Unfallherganges kam ein Sachverständiger zum Einsatz.

Um die Unfallfahrzeuge zu bergen, mussten Abschleppunternehmen mit schwerem Gerät anrücken. Die Bergungsarbeiten zogen sich bis in die frühen Morgenstunden. Die Richtungsfahrbahn Frankfurt war während der Unfallaufnahme und Bergungsarbeiten komplett gesperrt, was auch auf den Ausweichstrecken für massive Behinderungen sorgte. Kurzzeitig war ebenfalls die Richtungsfahrbahn Würzburg gesperrt.

cupraunterlkw az

Foto: Ralf Hettler