Sieben Straßen werden umgewidmet oder umbenannt

Aschaffenburg
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Sieben Aschaffenburger Straßen werden umgewidmet oder umbenannt. Dem Vorschlag der Stadtverwaltung hat der Stadtrat am 10. Juni zugestimmt. Die Vorschläge hatten zum Teil Bürgerinnen und Bürger eingereicht. Umgewidmet werden folgende Straßen (Bei diesen Straßen bleibt der Straßenname erhalten, bezieht sich aber nun auf eine andere Person):

Beckerstraße: Paula Modersohn-Becker (1876-1907), deutsche Malerin und bedeutende Vertreterin des frühen Expressionismus

Heimstraße: Josef Michael Heim (1867-1934), Oberbauführer und Schweinheimer Gemeinderat, früherer Namensgeber der Straße

Pfeiferstraße: Ludwig Pfeifer (1908-1970), Politiker und Widerstandskämpfer / Adam Pfeifer (1902-1945), Widerstandskämpfer in Offenbach (Brüder)

Ludwig-Roth-Straße: Ludwig Roth (1900-1945), jüdischer Lehrer, ermordet im KZ Groß-Rosen (Niederschlesien)

Schepplerweg: Louise Scheppler (1763-1837), Reformpädagogin

Stengerstraße: Julius Stenger (1877-1940), Kaufmann aus Damm, NS-Opfer

Umbenannt wird die Josef-Dinges-Straße in Hilde-Catz-Straße: Hilde Catz (1924-2014 ), jüdische Bürgerin, emigriert.

Im Frühjahr 2020 war ein Projekt zu den personenbezogenen Aschaffenburger Straßennamen angelaufen. Im Fokus standen dabei vor allem Personen (d.h. Namensträger von Straßen), die seit dem Ende des 19. Jahrhunderts bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts öffentlich gewirkt haben. Mitglieder eines Fachbeirats und das „Büro für Erinnerungskultur” (Babenhausen), haben diese Personen nach bestimmten Kriterien überprüft: unter anderem Extremismus aller Richtungen inklusive Rassismus, aktive und erhebliche Unterstützung des Nationalsozialismus und des Dritten Reiches, aggressiver Antisemitismus,  erheblicher Militarismus oder extreme Frauenfeindlichkeit.


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