Tag des offenen Denkmals 2023 am Sonntag,10.September

Kranhalle im Bayernhafen (Foto: Bayernhafen Aschaffenburg)

Aschaffenburg
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Unter dem Motto „Talent Monument“ steht der 30. bundesweite Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 10. September.

Auch in Aschaffenburg lädt der Tag dazu ein, sich auf Spurensuche zu begeben und Geschichte und Geschichten am Denkmal zu erleben. Interessierte können unter anderem Führungen zu Friedrich Ludwig von Sckell im Park Schönbusch, zur Umnutzung der Kranhalle des Bayernhafen Aschaffenburg, zu den verborgenen Schätzen im Bergfried und zur Fassadenkunst in Schweinheim besuchen. Auf Anmeldepflichten bei einigen der Führungen wird im Programm hingewiesen. Der Tag des offenen Denkmals ist der deutsche Beitrag zu den European Heritage Days unter der Schirmherrschaft des Europarats. Am Denkmaltag werden in Deutschland nun schon seit 30 Jahren immer am zweiten Sonntag im September selten oder nie zugängliche Kulturdenkmale einem breiten Publikum geöffnet. Das ausführliche Programm für Aschaffenburg gibt es unter www.aschaffenburg.de/tagdesoffenendenkmals. Das deutschlandweite Programm gibt es unter www.tag-des-offenen-denkmals.de.

Veranstaltungsübersicht:

Der Umgang mit dem Erbe Friedrich Ludwig von Sckells im Park Schönbusch – Ein Blick hinter die Kulissen
Themenführung, ca. 90 Minuten Dauer, Sonntag 10.09.23, 9 Uhr, Treffpunkt: Park Schönbusch, Kleine Schönbuschallee 1, 63741 Aschaffenburg. Der genaue Treffpunkt im Park Schönbusch wird bei Anmeldung bekannt gegeben. Führung durch Sebastian Väth und Sven Spiegel. Wichtig: Die Teilnehmer*innenzahl ist auf 20 Personen begrenzt. Anmeldung bis 7. September unter www.schloesser-aschaffenburg.de. Nicht alle Bereiche des Parks Schönbusch sind barrierefrei zugänglich. Der Park Schönbusch ist einer der frühesten Landschaftsgärten im deutschen Sprachraum. Seine Keimzelle bildete ein Wildpark, welcher von Kurfürst Friedrich Carl Joseph von Erthal ursprünglich als Jagdrevier genutzt wurde. 1775 wurde mit der landschaftlichen Umgestaltung des Areals begonnen. Spätestens 1783 wurde der Gartenkünstler Friedrich Ludwig von Sckell hinzugezogen, der die landschaftliche Gestaltung des Parks Schönbusch zu klassischer Reife führte. Die Führung gibt anhand einiger praktischer Beispiele einen Einblick in die heutige Gartendenkmalpflege, die zum Ziel hat das Erbe Sckells zu erhalten. Veranstalter: Bayerische Schlösserverwaltung

Das große Wandgemälde im Sitzungssaal des Aschaffenburger Rathauses berichtet von der Stadtgeschichte und der Zeit des Aufbruchs nach dem 2. Weltkrieg
(Themenführung, ca. 60 Minuten Dauer), Sonntag 10.09.23, 10 Uhr, Treffpunkt: Rathaus am Sitzungssaalgebäude Portikus, Dalbergstraße 15, 63739 Aschaffenburg, Führung durch Bruno Geißel. Die Wände des Großen Sitzungssaales des Rathauses sind mit einem 45m langen und 6m hohen Gemälde bedeckt, das 1964-65 von Hermann Kaspar geschaffen wurde. Das Gemälde enthält über 20 Motive und Symbole die einen direkten Bezug zur Stadt Aschaffenburg haben. Bei dieser Führung erläutert der Autor eines Buches zu diesem Thema die besondere Beziehung der Architektur des Sitzungssaalgebäudes zu der Malerei sowie Stil, Symbolik und Bedeutung der einzelnen Bildmotive. Veranstalter: Stadt Aschaffenburg

Grabsteine, Denkmäler für die Ewigkeit?
(Themenführung, ca. 60 Minuten Dauer), Sonntag 10.09.23, 10 Uhr, Treffpunkt: Altstadtfriedhof Haupteingang gegenüber Gärtnerei, Güterberg 12, 63739 Aschaffenburg, Führung durch Joachim Lorenz. Grabsteine erinnern an verstorbene Menschen. Es sind Denkmäler, die lange bestehen sollen. Ausgesucht werden sie nach dem Geschmack der Menschen, dem Zeitgeist und den finanziellen Möglichkeiten. Der Rundgang führt über den ab 1809 angelegten Altstadtfriedhof. Anhand von ausgewählten Grabsteinen verschiedener Zeitepochen werden unter anderem die petrografischen Namen der Steine, ihre Herkunft und ihre Beständigkeit erläutert, auch haben die Teilnehmer Gelegenheit Fragen zu stellen. Gerne kann eine Lupe mitgebracht werden. Veranstalter: Naturwissenschaftlicher Verein Aschaffenburg e.V.

Das „Schöne Thal“ und der Gartenarchitekt Friedrich Ludwig von Sckell – Ein Gespräch mit dem Meister
(Themenführung, ca. 90 Minuten Dauer), Sonntag 10.09.23, 11 Uhr, Treffpunkt: Frühstückstempel im Schlossgarten, 63739 Aschaffenburg, Führung durch Renate Gernhardt. Das sogenannte „offene Schöntal“ und der Park Schöntal sind als langgestreckter Grünstreifen und Park prägender Bestandteil der Innenstadt. Sie haben sich im Laufe der letzten Jahrhunderte zwar verändert, aber es gibt noch viele ursprüngliche Teile zu entdecken. Auf unserem Spaziergang fragen wir uns, was der berühmte Gartenarchitekt Friedrich Ludwig von Sckell zu der einstigen, heutigen und zukünftigen Gestaltung sagen könnte – ein fiktiver Gedankenaustausch zwischen gestern, heute und morgen. Veranstalter: Aschaffenburger Altstadtfreunde e.V.

Die alte Kranhalle im Hafen - erst Werkstatt dann Workshops
(Themenführung, ca. 60 Minuten Dauer), Sonntag 10.09.23, 11 Uhr, Treffpunkt: Bayernhafen Aschaffenburg vor dem Haupteingang, Industriestraße 3, 63741 Aschaffenburg, Führung durch Alexander Zeiger.Die Kranhalle gehört zum ehemaligen Hafenbahnbetriebswerk, das mit der Anlage des Hafens 1921, errichtet wurde. Im Zuge des Neubaus einer neuen Zentrale des Bayernhafens Aschaffenburg wurde das ehemalige Werkstattgebäude denkmalgerecht saniert und in den Neubaukomplex als Kongress- und Veranstaltungsraum integriert. Bei der Führung wird die Sanierung des Industriedenkmals und die heutige moderne Nutzung vorgestellt. Veranstalter: Bayernhafen Aschaffenburg

Geheimnisse im Stiftmuseum
(Familienführung, ca. 90 Minuten Dauer), Sonntag 10.09.23, 11 Uhr, Treffpunkt: Stiftsmuseum, Stiftsplatz 1a, 63739 Aschaffenburg, Führung durch Maya Kuhnt, Wichtig: Die Teilnehmer*innenzahl für die Führung ist auf 20 Personen begrenzt. Telefonische Anmeldung unter 06021/4447950. Das Haus ist nicht barrierefrei. Mit Lupen und Fokus-Röhren ausgestattet, erkunden wir das Stiftsmuseum. In diesem schönen, alten Haus – von talentierten Baumeistern und Handwerkern gebaut – sind viele interessante Kunstwerke und Gegenstände ausgestellt, riesengroße Altarbilder zum Beispiel. Überall machen wir geheimnisvolle, aber auch unheimliche Entdeckungen, spüren dem Leben der ehemaligen Stiftsschüler nach und stoßen auf Zugänge, die sonst immer geschlossen sind. Veranstalter: Führungsnetz der vhs Aschaffenburg in Kooperation mit den Museen der Stadt Aschaffenburg

Zu Gast beim Pumpen-Anton im Gentilhaus
(Themenführungen, jeweils ca. 90 Minuten Dauer), Sonntag 10.09.23, 13:30 Uhr und 15:30 Uhr, Treffpunkt: Gentilhaus, Grünewaldstraße 20, 63739 Aschaffenburg, Wichtig: Die Teilnehmer*innenzahl für jede Führung ist auf 10 Personen begrenzt. Telefonische Anmeldung von Montag, 04.09.23, bis Donnerstag, 07.09.23, unter 06021/330-1244. Das Haus ist nicht barrierefrei. Tauchen Sie ein in den kunstvollen Kosmos des Gentilhauses. Die überraschend vielen Zimmer, die bis unter die Decke große Werke und kleinen Kitsch bergen, spiegeln die Sammelleidenschaft Anton Gentils wider. Der Aschaffenburger Fabrikant hatte selbst künstlerisches Talent und ließ nach seinen Entwürfen dieses architektonisch ausgefallene Gebäude 1922/23 errichten, um im Innern seine umfangreiche Kunstsammlung im ganzheitlichen Sinne zu inszenieren. Veranstalter: Führungsnetz der vhs Aschaffenburg in Kooperation mit den Museen der Stadt Aschaffenburg

Verborgene Schätze im Bergfried
(Themenführung, jeweils ca. 30 Minuten Dauer), Sonntag 10.09.23, 14 Uhr und 15 Uhr, Treffpunkt: Schloss Johannisburg, Schlosshof, 63739 Aschaffenburg, Führung durch Martin Höpfner. Wichtig: Die Teilnehmer*innenzahl für die Führungen ist auf jeweils 20 Personen begrenzt. Telefonische Anmeldung von Montag, 04.09.23, bis Donnerstag den 07.09.23, unter 06021/4447950 Der Zugang ist nicht barrierefrei. Der Bergfried der früheren Aschaffenburger Burg wurde vor 400 Jahren als fünfter Turm in die Anlage des vierflügeligen Renaissanceschlosses architektonisch einbezogen. Bis heute werden im Bergfried besonders empfindliche und wertvolle Dinge aufbewahrt: hier lagern im Museumsdepot archäologische Kulturgüter der Stadt Aschaffenburg und der Region. Die Führung ermöglicht den Zutritt zum normalerweise fest verschlossenen Depot und erläutert, warum dieser Ort das Herzstück der archäologischen Sammlung und Grundlage vieler Museumsaktivitäten ist. Veranstalter: Museen der Stadt Aschaffenburg

Fassadenkunst in Schweinheim – Künstlerische Arbeiten von unscheinbar bis spektakulär, eine Zeitreise durch 70 Jahre Kunst am Bau
(Themenführung, ca. 100 Minuten Dauer), Sonntag 10.09.23, 14:30 Uhr, Treffpunkt: Schweinheimer Straße 78 / Ecke Bergstraße, 63743 Aschaffenburg, Führung durch Bruno Geißel. Wichtig: Die Gehstrecke mit Steigungen und Treppen ist kein Rundweg und beträgt ca. 2,5 Kilometer. Bitte berücksichtigen Sie auch Ihren Rückweg ohne Führung. Nicht nur in Aschaffenburgs Innenstadt, auch In Schweinheim gibt es eine öffentliche Kunstgalerie mit fast 60 Werken an Hausfassaden. Von unscheinbar bis spektakulär zeigten diese in einer großen Vielfalt an künstlerischen Ausdrucksformen und Arbeitstechniken eine Entwicklung der Kunst am Bau von der Nachkriegszeit bis in die Gegenwart. Obwohl die einzelnen Kunstwerke meist nicht unter Denkmalschutz stehen, sind sie in ihrer Gesamtheit Teil unseres baukulturellen Erbes. Bei einem Gang von der Schweinheimer Höhe über die Marienstraße bis zum Wohnviertel Schurzstraße stellt der ehemaligen Leiter des Bauordnungsamtes Ihnen eine Auswahl an Fassadenkunst vor, die Sie anregen wird, Kunstwerke als solche wahrzunehmen und einzuordnen. Veranstalter: Stadt Aschaffenburg


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