Fronleichnamsprozession in den Innenstadtpfarreien Aschaffenburg

Aschaffenburg
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Bei Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen haben die Gläubigen der Innenstadtpfarreien in Aschaffenburg an Fronleichnam am Donnerstag, 16. Juni, das eucharistische Brot durch die Innenstadt begleitet. Die Fronleichnamsprozession stand unter dem Leitwort „Auf dem Weg des Friedens“. „Die heitere, frohe Stimmung, die am Fronleichnamstag über der Innenstadt Aschaffenburgs lag und sich ausbreitete, war spürbar und greifbar“, berichtet Dekan Martin Heim. Den Auftakt bildete der Eröffnungsgottesdienst auf dem Stiftsplatz.

Mit dem Eröffnungsgottesdienst auf dem Stiftsplatz begann die Fronleichnamsprozession der Innenstadtpfarreien.In seiner Predigt ging Dekan Martin Heim auch auf die "bahnbrechenden Intuitionen" von Frauen wie der heiligen Juliana oder der heiligen Eva ein, die wesentlich zur Bildung des Fronleichnamsfestes beigetragen hätten.In seiner Predigt ging Dekan Martin Heim auch auf die "bahnbrechenden Intuitionen" von Frauen wie der heiligen Juliana oder der heiligen Eva ein, die wesentlich zur Bildung des Fronleichnamsfestes beigetragen hätten.Vom Stiftsplatz führte die Prozession zur Muttergottespfarrkirche.

In seiner Predigt ging Dekan Heim auf das Leitwort aus dem Lukasevangelium ein: „Auf dem Weg des Friedens“. Dieses Zitat stamme aus dem so genannten Benediktus des Zacharias, der den starken Gott Israels preist über die Geburt seines Sohnes Johannes und über dessen Auftrag, dem Christus voranzugehen. Der Stiftspfarrer betonte aber auch die große Bedeutung von Elisabeth, der Mutter des Johannes, die den Namen ihres Sohnes vor der Öffentlichkeit benennt. Die Intuition dieser Frau sei damit bahnbrechend für eine neue Entwicklung. Gleichfalls seien es die bahnbrechenden Intuitionen von Frauen wie die der heiligen Juliana von Lüttich oder der heiligen Eva von Sankt-Martin gewesen, die im 13. Jahrhundert zur Bildung des Fronleichnamsfestes wesentlich beitrugen.

Am Altar der Muttergottespfarrei mit der barocken Strahlenkranzmadonna der Männersodalität spann Pater Nicola Curcio, Leiter der Franziskanischen Gemeinschaft von Betanien in Aschaffenburg, den Gedanken weiter und betrachtete das Thema „Frieden“ von seiner inneren und äußeren Qualität her. Frieden wolle zunächst von „innen“ her bestimmt werden, um seine Auswirkung nach „außen“ zu entfalten. Die Speise der Eucharistie nähre diesen inneren Frieden und seine Entwicklung, sagte Curcio.

Die Prozession führte vom Schloss Johannisburg weiter zum Altar vor der Sankt-Agatha-Kirche, der von der polnischen Gemeinde geschmückt worden war. Pfarrer Walenty Cugier ging in seiner Predigt auf den Ukrainekrieg ein: Die polnische Gemeinde habe eine Kerze mit den Nationalfarben der Ukraine gestaltet, die seit Kriegsbeginn in jedem Gottesdienst entzündet werde, um an die zahlreichen Opfer dieses brutalen Angriffskrieges zu erinnern.

Ein weiterer Altar wurde durch die Herz-Jesu-Gemeinde gestaltet. Deren Spezialität ist die Gestaltung eines ausdrucksstarken Blumenteppichs mit dem Motiv des Fronleichnamsfests. Ordinariatsrat Pfarrer Robert Sauer, seit März Pfarradministrator der Pfarreiengemeinschaft „Zum Guten Hirten in Aschaffenburg“, sprach über die hohe Bedeutung des Fronleichnamsfestes für die Gläubigen. „Wir predigen heute nicht mit Worten, sondern durch unser Tun, durch unser Gehen, wir geben in der Öffentlichkeit ein wichtiges Zeugnis für unseren Glauben.“

Die Prozession endete am Stiftsplatz mit dem eucharistischen Segen und dem „Te Deum“. Begleitet wurde die Prozession von der Obernauer Blaskapelle „Melomania“. Verbände und Innungen waren mit Fahnenabordnungen präsent. Dekan Heim dankte allen Helferinnen und Helfern, die bei der Organisation und beim Aufbau zum Gelingen der Prozession beigetragen haben.


Foto: Copyright Peter Urbin


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