Callcenterbetrug - erneut erbeuten Täter Bargeld mittels "Schockanruf"

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Telefonbetrüger brachten einen 72-Jährigen aus Aschaffenburg mit einer gängigen Masche dazu, einen höheren Geldbetrag zu übergeben.

Ihm wurde vorgespielt, dass seine Lebensgefährtin in einen tödlichen Verkehrsunfall verwickelt sei und zur Abwendung einer Haftstrafe nun eine Kaution bezahlt werden müsse. Die Kriminalpolizei ermittelt und bittet um Hinweise. Am Freitagnachmittag riefen die Täter bei dem Senior an und berichteten von einem angeblich tödlichen Verkehrsunfall. Mit weinerlicher Stimme schilderte die vermeintliche Lebensgefährtin des 72-Jährigen, dass sie eine Fußgängerin bei einem Unfall getötet hätte. Um nicht ins Gefängnis zu kommen, müsse die nun eine hohe Kaution zahlen. Um das Gespräch glaubwürdiger erscheinen zu lassen, übernahm eine vermeintliche Anwältin das Telefonat und erklärte den weiteren Ablauf zur Bezahlung der Kaution. Gegen 14:00 Uhr übergab der Angerufene schließlich in der Friedrichstraße, Ecke Erthalstraße eine mittlere fünfstellige Bargeldsumme an einen Abholer. Der Geschädigte konnte den unbekannten Abholer wie folgt beschreiben:

  • Ca. 20 Jahre alt
  • Ca. 170 cm groß
  • Dunkle Haare
  • Drei-Tage-Bart
  • Trug dunkle Kleidung
  • Trug eine dunkle Laptoptasche bei sich

Wer die Übergabe möglicherweise beobachtet hat oder wer sonst sachdienliche Hinweise geben kann, die zur Identifizierung des Abholers beitragen könnten, wird dringend gebeten, sich unter Tel. 0931/457-1732 mit der Kriminalpolizei Würzburg in Verbindung zu setzten, welche die zentrale Sachbearbeitung übernommen hat. Die Präventionskampagnen des Polizeipräsidiums Unterfranken:

Bereits Ende 2020 hat das Polizeipräsidium Unterfranken die Präventionskampagne "Leg´auf!" ins Leben gerufen. Zusätzlich startete im Juli 2022 auch an unterfränkischen Schulen die Kampagne „Ich schütze Oma und Opa". Mit den Kampagnen „Ich schütze Oma und Opa" sowie „Chill mal Oma" setzt die unterfränkische Polizei nun auf die Unterstützung von Jugendlichen, sowie Schülerinnen und Schülern. Diese sollen Großeltern sowie ältere Bekannte auf die Betrugsmaschen der Täter aufmerksam machen. Das Ziel dieser Kampagnen ist es, insbesondere ältere Menschen und deren Angehörigen über die Phänomene wie „Enkeltrickbetrug" und „Falsche Polizeibeamte" zu informieren, zu sensibilisieren und Verhaltenstipps zu geben. Die wichtigsten Botschaften sind:

  • Legen Sie auf. Wählen Sie selbst die Notrufnummer 110 und fragen bei der Polizei nach einem entsprechenden Einsatz bzw. ob tatsächlich Verwandte in Not sind.
  • Die Polizei weist Sie niemals an, Geld oder Schmuck zu Hause zur Abholung bereit zu legen oder an Abholer zu übergeben.
  • Weder Polizei noch Justiz werden Sie jemals telefonisch auffordern, Geld zu überweisen!
  • Übergeben Sie keine Geldbeträge an Fremde! Auch die Polizei holt bei Ihnen an der Haustüre keine Wertsachen ab, um sie in Verwahrung zu nehmen!
  • Die Täter können mittels Call ID-Spoofing jede von ihnen gewünschte Rufnummer auf dem Telefondisplay anzeigen lassen - bei der echten Polizei erscheint niemals die 110 (auch nicht mit Vorwahl)!
  • Sprechen Sie mit ihren Freunden, Nachbarn und Verwandten über das Phänomen!

Weitere Informationen:

Leg' auf!: Die Bayerische Polizei - Präventionskampagne - LEG' AUF! in Unterfranken (bayern.de)Dort finden sie zudem weiterführende Links zu den Kampagnen: „Ich schütze Oma und Opa" und „Chill mal Oma" 


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