Innerliche Stärkung für das Leben

© Dominik Schaack | Einen Lourdes-Gottesdienst feierte Bischof em. Dr. Friedhelm Hofmann in der Pfarrkirche Sankt Justinus. Alzenau ist die einzige Station in Bayern des Reliquienschreins der heiligen Bernadette Soubirous

Alzenau
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Bischof em. Dr. Friedhelm Hofmann feiert Lourdes-Gottesdienst in Alzenau – Einzige Station der Reliquien der heiligen Bernadette Soubirous in Bayern

 Ein Schrein mit den Reliquien der heiligen Bernadette Soubirous ist am Donnerstagabend, 4. Juli, in der Pfarrkirche Sankt Justinus in Alzenau zu Gast gewesen. Bischof em. Dr. Friedhelm Hofmann feierte in der vollbesetzten Kirche einen großen Lourdes-Gottesdienst. Die Reliquien der heiligen Bernadette sind noch bis zum 19. Juli zu Besuch in Deutschland. Begleitet werden sie von den Maltesern. Alzenau war die einzige Station in Bayern, heißt es in einer Pressemitteilung des Pastoralen Raums Alzenau. Zuvor waren die Reliquien in Seligenstadt und Klein-Krotzenburg im Bistum Mainz gewesen. Die heilige Bernadette habe ihr Leben ganz auf Jesus Christus ausgerichtet, sagte Bischof Hofmann in seiner Predigt. 18 Mal sei ihr die Muttergottes erschienen. Dabei sei eine „Heilquelle“ erschlossen worden. „Es unterscheidet sich nichts von normalem Wasser“, sagte der Bischof. Die Wunder, die geschehen sind, mussten ein „strenges kirchliches Verfahren“ durchlaufen. Insgesamt 68 wurden anerkannt. Ärzte sprächen „von unerklärlichen Heilungen und Theologen von Wundern“. Bischof Hofmann erzählte von zwei jungen Menschen, welche beide von Multipler Sklerose geheilt worden seien.

Bernadette selbst wurde Ordensschwester und ertrug ihre Krankheit. Spötter hätten sie gefragt, warum sie nicht nach Lourdes pilgere. Sie habe geantwortet: „Meine Berufung ist es, die Krankheit zu tragen.“ Der Bischof machte den Gläubigen Mut, das Leben mit aller Sorge und Not vor Gott zu bringen. Er betonte, dass sie zum „Menschsein“ berufen seien und jeder seinen persönlichen Ruf von Gott erhalte. Er machte Mut, dass Gott jedem mit seiner Liebe begegne. Das sei die besondere Erfahrung der Menschen in Lourdes, die innerliche Stärkung und Heilung für ihr Leben erführen und damit nach Hause kämen. Am Ende der Eucharistiefeier ging Bischof Hofmann mit der Monstranz durch die Kirche und spendete den Gläubigen den Segen, so wie es täglich in Lourdes vollzogen wird. Mit Gebeten der heiligen Bernadette fand eine Weihe an Maria statt. In der gedimmten Kirche leuchteten mehrere hundert Kerzen. Viele Gläubige hätten die Gelegenheit genutzt, um die Reliquien zu verehren und eine Kerze sowie ein Fläschchen Wasser aus der Lourdesquelle in Frankreich mitzunehmen. Organist und Kantor war Markus Heinrich. Er stimmte unter anderem „Die Glocken verkünden mit fröhlichem Laut – Ave Maria“ an. Im Anschluss fanden um die Kirche herum herzliche Begegnungen mit Bischof Hofmann statt.

Bereits um 18 Uhr wurde der Rosenkranz auf Deutsch, Suaheli, Indisch und Polnisch gebetet. Es bestand die Möglichkeit zur Beichte und Aussprache mit Gott.


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