Der Staat sind wir!

Ei Gude wie
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Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus, heißt es im Grundgesetz so schön in Artikel 20, Absatz 1: Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat und Absatz 2: Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus.

Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt. Die erledigen dann alles für uns.

Und sie kehrt nicht zum Volk zurück. Oder soll ich sagen nicht mehr. Wie auch, sie ist ja längst in den Händen des Big Business. Kaum jemand nimmt den Politikern, die wir wählen, noch ab, dass sie Banken und Konzernen wirklich Grenzen setzen können oder wollen. Immer weniger Menschen glauben an die Kraft der Demokratien, Freiheit und Wohlstand für alle zu organisieren, statt für immer weniger. Der soziale Friede ist selbst in Europa längst brüchig geworden. Papier ist geduldig, könnte ein bitteres Fazit sein.

Ich weiß es nicht genau, wann dieser Prozess einsetzte. Gefühlt habe ich den Eindruck, dass es vor der Vereinigung, also 1989/90 gewesen sein muss. Es könnte auch sein, dass wir schon von Anbeginn der bundesrepublikanischen Zeit eine Narrenkappe aufgesetzt bekamen. Die Berichte und Analysen zur Lage werden von Jahr zu Jahr bitterer und radikaler. Aber wenn es darum geht, die Konsequenzen daraus zu ziehen, verstummen die Debatten schnell. Die Politik muss wieder den Vorrang über die Wirtschaft gewinnen, aber wie? Die Bürger, mit und ohne Wut, müssen wieder mehr selbst entscheiden, aber wie? Das sind keine rhetorischen Fragen, das sind Fragen, denen wir uns stellen müssen. Wer wirklich etwas ändern will, so die streitbare Schriftstellerin Daniela Dahn, muss sich zunächst einigen unbequemen, aber unvermeidlichen Einsichten stellen.

Und darum geht es in ihrem Buch „Wir sind der Staat!“ mit dem Untertitel: “Warum Volk sein nicht genügt“. Das Buch ist im Rowohlt Verlag 2013 erschienen, ISBN-Nr.: 9783498013332. Daniela Dahn deckt tiefgreifende Blockaden auf, die den Staat daran hindern, die Dauerkrise zu lösen und sich in Freiheit weiterzuentwickeln, in ein Gemeinwesen, dessen Gesetze das Wohl aller in den Vordergrund stellen und nicht das Privateigentum, in dem die Allmacht der Parteien beendet wird. Einen Staat, der nicht mehr herrscht, wo er dienen sollte, und in dem die Bürger ihre wichtigen Angelegenheiten selbst in die Hand nehmen. Und sie macht konkrete Vorschläge, wie wir dahin gelangen können, in Deutschland, Europa und, wer weiß, darüber hinaus. Ich lege allen dieses für mich sehr interessante Buch ans Herz, und besonders denen, die diese Thematik interessiert sage ich, lesen Sie bitte dieses Buch und lassen Sie uns im Interesse unserer Kinder für eine menschenwürdige Gesellschaft kämpfen in der wir, das Volk und wieder der Staat sind. Lassen Sie uns dem Artikel 20 des Grundgesetzes wieder Leben einhauchen. Unser Grundgesetz ist eine tolle Verfassung. Diese Verfassung muss gelebt werden, von allen.

Wie heißt es im GG, Artikel 20 weiter: Abs. 3: Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden. Und Abs. 4: Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist. Noch ist nicht aller Tage Abend. Ei Gude, wie!

Zum Autor

Er sei ein waschechter Neuenhaßlauer, sagt er von sich selbst. Helmut Müller (69) ist in Neuenhaßlau als 4. von 7 Kindern geboren und ein typisches Nachkriegskind dazu. Seine Mutter Hessin und evangelisch, sein Vater Sudetendeutscher und katholisch, aber kein Flüchtling, sondern Kriegsgefangener, der nicht in seine angestammte Heimat zurückkonnte. Er wächst in einem 4 Generationen Haus mit den Eltern, sechs Geschwistern, Oma und Opa sowie Onkel und der Ur-Großmutter auf. Der Spielplatz war die Straße. In der Volksschule, die er mit dem Hauptschulabschluss beendete, war deutsch seine erste Fremdsprache die er lernen musste. In späteren Jahren hat er seine mittlere Reife und das Fachabitur für Wirtschaft und Verwaltung nachgeholt und das Ganze als Diplom Verwaltungswirt (FH) abgeschlossen. Er war in etlichen Vereinen aktiv. Man könnte ihn getrost als „Vereinsmeier“ bezeichnen. Er hat dabei fast alle Positionen, die ein Vorstand hat, begleitet. Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


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